Die Nilgänse sind diesbezüglich wirklich bewundernswert. Sie sind immer auf der Hut und verteidigen sich und die Jungen sehr aggressiv. Dafür haben sie wenig bis keine Verluste am Nachwuchs. Was dazu führt, dass Nilgänse hier als invasive Art oft zur Plage werden. Sie unterliegen hier damit aber auch nicht dem natürlichen Kreislauf. Das gleiche gilt nicht ganz so ausgeprägt für die Nutria.
Die Kaninchen, Ratten und Mäuse vermehren sich explosiv - haben aber auch viele natürliche Feinde, wie z.B. den Fuchs und Beutegreifer wie die Uhus. Damit ergibt sich ein natürliches Gleichgewicht. Die Verluste werden mit einer hohen Geburtenrate ausgeglichen.
Leider haben die Igel da durch weitere teils menschengemachte Hürden schlechtere Karten: Straßenverkehr, Flächenversiegelung, Mähroboter … Die Liste ihrer natürlichen Feinde ist dafür übersichtlich. Die Uhus haben garantiert nichts damit zu tun, dass sie auf der Liste der gefährdeten Arten gelandet sind.
Ich glaube, dass wir Jäger und Beute weniger mit Mitleid sehen sollten. Sondern akzeptieren, dass es ein eingespieltes Gleichgewicht der Natur ist. Der Mensch hat oft darin massiv eingegriffen. Einige Tierarten werden mit sehr hohem Aufwand wieder angesiedelt - wie bei den Uhus, Bartgeiern, Waldrappe etc. vor Jahrzehnten. Wir müssen durch Präventiv- und Schutzmaßnahmen dafür sorgen, dass es nicht wieder soweit kommt. Außerdem sind neue Konzepte notwendig, wie wir mit den invasiven Arten umgehen. Durch den Klimawandel wird dieses Problem eher größer als kleiner. Eine Antwort darauf hat - so befürchte ich - zur Zeit keiner.
Die Nacht war wieder besonders ereignisreich. Das zeigt auch das Video. 25.–26.07.2025: Widerstand am Badestrand
Als Einstimmung dazu noch die neuen Foto-Highlights: Beute haben und nicht haben sowie Wer hat mehr Respekt?
Hallo Ina,
ich möchte mich nochmal extra für Deine ausführliche Stellungnahme auf meinen Hinweis recht herzlich bedanken. Es fällt einem sozusagen schwer, die vielen Beuteschläge zu verkraften und gleichzeitig an einen Ausgleich zu glauben. Beim genauen Nachdenken ist es aber notwendig, dass die vielen Nachkommen bei einigen Tierarten niedrig gehalten werden. Warum das die Natur so eingerichtet hat, kann man nur erahnen. Wenn ich sehe, wie in Brooke Falls die Bären mit den Fischen umgehen, kann einem richtig schlecht werden, da soviele Lebewesen einfach vernichtet werden. Die Bären haben es manchmal nur auf die Haut und den Rogen abgesehen und töten einfach so sinnlos könnte man meinen. Das sie aber Fett für den langen Winter aubauen müssen ist auch klar. Gleichzeitig freuen sich natürlich auch wieder die Möwen wegen der Nahrung.
Ich hoffe sehr, dass dies Zeilen in dieser Rubrik akzeptiert werden und wünsche noch einen angenehmen Tag.
Kurz dazu rainer, sogar bäume profitieren von dem fischaas der bären…in der natur hat alles (solange im Gleichgewicht) seine "Aufgabe ".
Unsere junguhus heuer machen aber echt sogar im nachsichten unheimlich Spaß. Die haben es so faustdick hinter den ohrenpuscheln … waren die vergangen jungen auch so wuselig vereint im Schabernack treiben und mir kommt es angesicht der mehreren cams nur so vor, dass die echt besonders sind…?
Mir kommen sie auch ganz besonders vor, aber die vergangenen Jahre konnte man das Leben ausserhalb der Ruine nur andeutungsweise beobachten… da war nach dem Ausflug einfach nicht viel passiert vor den Kameralinsen. Also wer weiss…