Danke für den sehr informativen Bericht und die aktuellen Fotos aller sieben bisher ausgewilderten Bartgeier.
Besonders freut es mich , dass ich Sisi, die ich im September 2023 eine Woche lang beim Monitoring in der Halsgrube begleiten durfte, in letzter Zeit schon mehrere Male in den heimischen Allgäuer Bergen wiedersehen konnte.
Ein wunderbares Erlebnis!
Lieber @david.schuhwerk ich habe den umfangreichen bericht noch nicht ganz geschafft zu lesen…beim wiggerl kam mir ein Gedanke…die ausgewilderten jungbarties kamen ja von unterschiedlichen Regionen…angesichts der flugbereitschaft…gibt es da eine datenvergleichbarkeit, je nachdem der abstammung und der bevorzugten region des momentanen aufhaltes? Also der spanier ist bevorzugt in italienischen regionen, der schweizer am hochkaltar…oder so (Geographie ist nicht meine Stärke)…nur mal so ein Gedanke…spielt die Abstammung, bzw. die gene eine Rolle, wo sich der geier zukünftig ansiedeln könnte? Wäre doch auch interessant bzgl. zukünftiger Kandidatenauswahl
Guten Morgen Peggy,
Danke für die Frage.
Das Ausbreitungsverhalten von Bartgeiern wird im wesentlichen von zwei Faktoren bestimmt:
- Philopatrie. Das bedeutet, dass Bartgeier eine starke Tendenz aufweisen, sich nach ihren „Wanderjahren“ in der Region ihres Geburts- bzw. Auswilderungsortes niederzulassen. Bei einer Studie suchten sich die Hälfte der Vögel ein Revier im Umkreis von 50 km um den Herkunftsort.
Das macht auch Sinn, da es ja dort nicht so schlecht sein kann, wenn es „schon mal geklappt“ hat.
Ein ähnliches Verhalten weisen viele Greifvögel auf, es ist z.B. auch von Stein- und Kaiseradlern bekannt. - Eine starke Tendenz, sich in Lebensräume zu begeben, in denen bereits Bartgeier leben. (Schließlich müssen dort dann ja wichtige Schlüsselstrukturen vorhanden sein). Als Folge kann man grundsätzlich eine signifikante Drift hin zu stärkeren Populationskernen feststellen. Also z.B. aus Auswilderungsorten in den Randbereichen hin zu den Zentral- und Nordwestpopulationen.
(andererseits bemerkt man jetzt auch schon Umkehreffekte, nämlich eine verstärkte Besiedelung in Westösterreich durch den Druck aus den anliegenden erfolgreicheren Populationen).
Beides erschwert natürlich die Verbreitung der Bartgeier in gewissen Maßen, weshalb es auch wichtig ist, dass Trittsteinpopulationen durch Auswilderungen gebildet werden (wie z.B. Berchtesgaden oder heuer das erste mal in Bulgarien), damit man dem Ziel, nämlich die ursprüngliche Verbreitung in Europa wiederherzustellen, schneller näherkommt.
Ganz großen Dank für diesen schönen Bericht an @david.schuhwerk und dem ganzen @LBV_Bartgeier_Team.
Eine echte Erfolgsgeschichte, die man gerne zweimal liest - ihr könnt wirklich stolz auf das bisher Erreichte sein. Meine Anerkennung!
Schade, dass Wally nicht mehr dabei sein kann. Auch mit ihr fing doch alles an …
Und Recka hat sich zu einem wunderschönen Vogel entwickelt.
Prima, macht alle weiter so!
Vielen Dank lieber @david.schuhwerk für die Beantwortung meiner Gedanken!
Nachdem ja jeder Vogel seine gewisse Reviergröße benötigt, die Bergregionen endlich sind, stelle ich mir vor, dass der Druck auf die einzelnen Individuen in der Zukunft sicher gewaltig werden wird. Auch im Hinblick auf Nahrungsverfügbarkeit und Nistmöglichkeiten, bzw. potenzieller Partner. Wiederum wird vermutlich die Natur dann durch Mangel wohl selektieren? …
Es ist auf jedenfall ein spannendes Thema, was ich hoffentlich noch viele Jahre im speziellen Hinblick auf die Barties mitverfolgen kann.
Danke!
Danke für den interessanten Bericht!
Vielen Dank für diesen ausführlichen Bericht. Wir können nur erahnen, wieviel Stunden für Beobachtung und Arbeit dahinter stecken. Umso schöner für uns Euch dabei über die Schulter sehen zu dürfen. Danke, danke an das gesamte Team!
Liebe Peggy, wir gehen davon aus, dass im Alpenraum erst ca. 1/3 der vorhandenen Lebensraumkapazität von Bartgeiern besetzt ist. Es gibt also noch sehr viel Platz für weiter Individuen/Paare zum Niederlassen. Natürlich sind die „Filetstücke“ heiß umkämpft, aber vor allem in den Randalpen im Norden und Süden lassen sich noch viele Reviere mit ausreichend Nahrung und Brutplätzen gründen. Wir machen uns also erstmal keine Sorgen, dass einer unserer Geier heimatlos bleibt. LG!
Lieber @ToniWegscheider ,du willst mir jetzt aber bitte nicht sagen, dass ich ein „beengte revier“ in meiner Lebenszeit nicht mehr mitbekommen werde
Alles gut…ist ja super,dass noch viiiiiiieeeeel Raum zur Entfaltung vorhanden ist.
Und danach geht’s mit dem Balkan weiter…
Und da bin ich noch dabei david und toni…und wenn ich mit taxi und Rollator unterwegs sein muß
Danke euch beiden auch für den kleinen Spaß am Rande