Im Februar 2025 haben wir an der Johanniskirche das erste Mal Wanderfalken gesehen. Sie haben im Frühjahr dann den viel zu kleinen Turmfalkenkasten übernommen, die Brut war aber leider nicht erfolgreich. Mit Unterstützung der Kirchengemeinde haben dann wir vom LBV-Arbeitskreis Gebäudebrüter Nürnberger Land einen größeren und für die Bedürfnisse von Wanderfalken optimierten Nistkasten gezimmert und installiert. Um die Wanderfalken besser von den Turmbesuchern auf der Empore zu trennen und Störungen einfacher vermeiden zu können, ist der Nistkasten dabei ein Stockwerk nach oben gewandert.
Der Nistkasten hat dann auch gleich zwei Webcams bekommen. WLAN hat sich nicht bewährt, jetzt läuft das ganze über einen 5G-Router.
Die beiden Webcams bei der Kreisgruppe Nürnberg/Nürnberger Land des LBV (Seite noch im Aufbau)
https://nuernberg.lbv.de/kg-nürnberg-1/wanderfalken-webcam/
Hier eine einfache Übersichtsseite, optimiert für die kleineren Displays von Smartphones:
https://mauersegler-in-speikern.de/wanderfalken-lauf.html
Hier als Vorgeschmack ein paar bisher aufgezeichnete Videos:
https://www.youtube.com/@Wanderfalken-Lauf/shorts
und
https://www.youtube.com/@Wanderfalken-Lauf/videos
Aktuell: Julia hat den Nistkasten schon mehrfach erkundet, und bewegt sich im Inneren mittlerweile ohne Scheu. Der Terzel (Männchen) vom letzten Jahr war im November ein paar mal da, hat sich ebenso den Nistkasten von innen angesehen, ist aber bisher noch nicht wieder aufgetaucht. Die nächsten Wochen werden also spannend. Sollte er doch nicht wiederkommen: Da wir in Nordbayern mittlerweile eine relativ hohe Bestandsdichte haben, sind wir zuversichtlich, dass dann ein anderer Terzel übernehmen würde.
Der Terzel aus 2025 hat eine interessante Geschichte. Er hat im Horst am Tower des Flughafen Nürnberg die Eischale durchbrochen. Seine Mutter ist während der Fütterungsphase mit einem Flugzeug kollidiert, hat überlebt, ist jedoch jetzt leider behindert. Mutter und Küken sind dann zur Auffangstation von Kurt Hussong gekommen. Die Mutter darf weiterhin in der Auffangstation bleiben, die Jungvögel wurden nach wenigen Tagen anderen Brutpaaren untergeschoben. „Unser“ Terzel wurde vom Brutpaar in Rosstal adoptiert, ist von dort ausgeflogen, hat dort von den Eltern auch direkt das natürliche Jagdverhalten gelernt, und ist später in Lauf an der Pegnitz angekommen.
Wir Horstbetreuer lesen hier im Forum mit, und können auf Fragen zeitnah antworten. Gerne den Thread also offen lasen.





