Hoho, Franz, Du hast ja Deine https://huficam.itools.de/ nun ganz schon aufgepeppt! Weil es immer mehr Daten werden, muss es besser strukturiert werden, sonst wird die Seite unübersichtlich. Mit ein bisschen Übung habe ich mich aber gleich zurecht gefunden.
Dein Werkzeug ist für die Verhaltens-Studien ein grandioses Werkzeug und wird im Projekt von Ahana sehr viel zum Einsatz kommen.
Und da werden wir vielleicht noch einen Anschlag auf Dich vorhaben: die Kleinen Hufis wünschen sich dieses Werkzeug vermutlich auch… Sie müssen aber erst aus ihren Winterquartieren zurück kommen. Und wenn sie es bei den Großen Hufis sehen, werden sie es auch wollen…
Da dieses System von Dir so entwickelt wurde, sollte es sich auch auf die Streams der Kleinen Hufeisennasen übertragen lassen. Wir müssen nur schauen, dass wir in diese Quartiere eine bessere/schneller Übertragungsrate hinbekommen. In einem Quartier brauchen wir überhaupt einen neuen Telefonanschluss.
So, Tabea, auf Deine Fragen noch schnelle kurze Antworten:
Balz: bisher weiß man, dass die Männchen im Herbst an Felswänden (in Höhlen aber auch außerhalb) einen Balzhangplatz gegen andere Männchen verteidigen. Von hier aus lockt es anscheinend mit seinem Gesang die Weibchen an. Am Wochenstubenquartier habe ich das noch nicht beobachten können. Das wird vermutlich an und in den großen Höhlen geschehen.
Jungenerkennung: anfangs läuft die Erkennung hauptsächlich über den Geruch ab, sehr bald dann aber auch über Rufe. Das kann man auch im Fledermaushaus so beobachten, dass ziemlich frisch geborene Junge von den Müttern abgesucht werden, bis sie ihres gefunden haben. Später geht das ziemlich zielgerichtet, also da wo der richtige Ruf herkommt.
Flughautlöcher: entstehen durch spitze schneidende Krallen (z.B. von Katzen) oder auch Stacheln und Dornen. Da die Flughaut sehr stark durchblutet ist und Fledermäuse eine sehr gute Wundheilung haben, wachsen solche Löcher sehr schnell wieder zu (kleinere Löcher etwa in einer Woche, größere etwa 2-4 Wochen). Vorausgesetzt die Fledermaus kann noch damit fliegen und ausreichend Beute machen. Theoretisch würde auch eine ziemlich zerfetzte Flughaut wieder nachwachsen (haben mir schon mehrere Fledermauspflegerinnen berichtet), aber das kann praktisch und in Menschlicher Obhut erfolgen. Weil eine Fledermaus, die nicht mehr fliegen kann, hat in der freien Natur keine lange Überlebens-Chance. Wobei sich manche Arten auch am Boden krabbelnd gut mit Beute versorgen können. Früher oder später fallen sie meistens einem Prädator zum Opfer. Ich hatte aber mal einen flugunfähigen Abendsegler, der mir während des „Freigangs“ im Garten entwischt ist. Nach zwei Wochen fand ich ihn wieder im Garten und er war schwerer als vorher. Er hatte sich also sehr erfolgreich am Boden ernährt. Das war aber sicherlich eine große Ausnahme, dass er das so überlebt hat. Große Hufeisennasen, die nicht mehr fliegen können, sind sicherlich dem (Hunger-)Tod geweiht.
So, diese Woche gibt es vermutlich keine Antworten mehr von mir, weil ich bis einschließlich Samstag jeden Tag von früh bis spät auf Achse bin. Aber Ihr könnt Euch ja an den Aufnahmen von Franz sattsehen. Servus derweil, Rudi
Hallo @Franz , was du da gezaubert hast ist echt ganz große Klasse!!! Ich find’s einfach nur toll!!! Und ein so schönes Seitendesign!!! (oder wie immer man das auch nennt…!!)
Es freut mich sehr, wenn euch die neue Web-App gefällt. Bitte gebt mir auch Bescheid, wenn ihr Verbesserungsvorschläge oder Fragen habt. Die technische Basis ist jetzt gelegt, um auch komplexere Funktionen zu implementieren. Mit der optionalen Anmeldung können wir bestimmte Funktionen auch vor „ungeschütztem“ Zugriff schützen. Anregungen sind willkommen! Am besten funktioniert das mit den Möglichkeiten auf der Plattform „GitLab“, auf der das Projekt als Open Source verwaltet wird. Dort könnt ihr „WorkItems“ anlegen, die dann diskutiert und abgearbeitet werden können. Link zum Projekt: https://gitlab.com/f.x.haering/HufiCam.
Oh je, so wie es aussieht, benötigt die Kamera einen “Scheibenwischer”. Gerade erst hat Rudi sie gereinigt und schon wieder hat sie “blinde Flecken”. Gibt es “Erfinder” unter uns ?
es hat sich wieder eine Frage aufgetan, die ich eigentlich schon länger habe, weil ich es recht häufig beobachte… und heute Nachmittag, als Hufis mal kurz im Keller waren, haben die mich wieder daran erinnert…..
… nämlich, dass Hufis, wenn sie im Keller an der Decke hängen, häufig zuerst diese mehr oder weniger intensiv beschnuppern.
Hufis markieren doch nicht… Aus welchem Grund machen sie das und eigentlich nur im Keller? In der Wärmeglocke sieht man es eher nicht.
Mitbewohner Breiti ist vor einer Weile wieder am Stammplatz eingetroffen und nach ein bisschen Körperpflege und der Erledigung dringender Geschäfte ist “ruhen” angesagt, wie gestern…. wirklich spannend!!!
Von Breiti war gestern weit und breit nichts zu sehen. Allerdings war der Platz auch schnell “besetzt”, denn kurz nach 21:00 waren schon einige Hufis von der Jagd zurück. Die letzten drei Tage waren sie lange draußen gewesen und die Wärmeglocke füllte sich stets recht langsam.
Das Wetter ist etwas schlechter geworden, es ist merklich kühler und die Reaktionen der Hufis sind nachvollziehbar. Energie sparen. Also…, Cluster in der Wärmeglocke…