Hallo Tabea und alle Anderen, ich war heute den ganzen Tag in Mission zu den Kleinen Hufis unterwegs. Vormittags war Baubesprechung im Banzerhaus und nachmittags habe ich mit Martin bis zur Dämmerung an Siebenschläfer-Barrieren gearbeitet. Auch eine neue ziemlich zugluft-freie Wärmeglocke haben sie bekommen. In diesem Quartier werden wir vermutlich noch drei volle Tage arbeiten müssen, um startklar für die Rückkehr der Hufis zu sein. Dann muss noch das andere Quartier und auch noch das Banzerhaus wieder entsprechend eingerichtet werden. Hier arbeiten Zimmerer und Maurer mit Hochdruck an der Fertigstellung der Rohbauten. Erst wenn diese die entsprechenden Bereiche verlassen haben, kann die Kamera-Technik wieder eingebaut werden. Ich hoffe, die Kleinen Hufis kommen mit den Veränderungen zurecht und geben das Quartier nicht auf. Und hoffentlich können wir den Wiedereinzug der Hufis auch mit den Kameras beobachten.
Und dann habe ich noch Deine tollen Beobachtungen, Tabea, angeschaut. Hochinteressant, dass Hufis auch genau wieder ihren vorigen Hangplatz aufsuchen! Und dann die Wimpis. Sensationell, dass Du es dokumentieren konntest, dass hier zwei Wimpis aktiv waren! Da ja auch einige Soziallaute laut zu hören waren, könnten es durchaus auch Paarungslaute gewesen sein, die man hier vernehmen konnte. Das wird dann spannend, ob es heuer wieder Wimpi-Nachwuchs im Fledermaushaus gibt.
Jetzt um Mitternacht hängt noch eine dicke Traube Hufis in der Wärmeglocke. Inzwischen sind die Außen-Temperaturen schon unter 0 gefallen. Daher werden diese im Laufe der zweiten Nachthälfte womöglich doch noch in den Keller gehen. Die nächsten Tage/Nächte sind noch nicht so gut, aber ab Ostersonntag soll es besser werden und auch die Nächte werden dann nicht mehr frostig. Dann wird der Keller bald leer bleiben und Franz muss sein Ton-Aufnahmegerät nach oben bauen. - So jetzt fliege ich schon mal in den Keller, - äh ich meine, ich gehe ins Bett. Und dann bin ich mal gespannt, was Du, Tabea, uns bald wieder für tolle Beobachtungen servieren wirst! Gute Nacht derweil, Rudi
Eine durchaus witzige Vorstellung - Rudi zwischen den Hufis!!! ![]()
Mich irritiert die “festgetackerte” Hufi.
Scheint seit Tagen unbeweglich.
Oder wurde hier schon was geschrieben und ich habe es überlesen ?
Ja, Biggi, sie ist leider tot. Schon seit ein paar Tagen. Wahrscheinlich in der Nacht vom 25./26.3. ![]()
Herzliche Grüße, Tabea
HUFI-NEWS
direkt aus der Redaktion “Verschiedenes”
Wimpi unterwegs
Am 02.04., um 18:48 kriecht Wimpi aus dem Spalt an der hinteren Wand (direkt unter dem “EG” der Schriftzeile), fliegt ein wenig im Keller umher, landet um 18:50 am Spalt links am unteren Bildrand und verschwindet darin. Nach ca 1 min kommt sie wieder heraus, fliegt zurück an die hintere Wand, krabbelt nach rechts zum Spalt und ist wieder verschwunden.
Gestern Abend, 03.04., kriecht Wimpi um 20:27 aus dem hinteren Spalt heraus und fliegt an den Spalt re oben in der Ecke.
Ein kurzer Blick in den Spalt bedeutet wohl, dass niemand zuhause ist. Dann bleibt es dort hängen und beginnt - unter allerbesten Beobachtungsbedingungen!!! - mit Fell- und Flughautpflege. Um 20:33 fliegt es ab, noch ein bisschen durch den Keller und vermutlich um 20:34 aus dem Keller. Die Hufis sind um diese Zeit zur Jagd unterwegs. Möglicherweise macht sich Wimpi hier auch auf den Weg….
Auswirkungen der Temperaturveränderungen
Die veränderten Bedingungen zeigen sich deutlich im Hangbild. Während vorher große, dichte Cluster gebildet wurden, hängen die Hufis nun deutlich “aufgelockerter” und in Reihen untereinander. Sie sind auch deutlich aktiver und nicht selten gewinnt man den Eindruck von Wimmel- und Wuselbild.
Da wird geflogen und “Fangen” gespielt
geschmust
sowie das Fell geputzt und die Flughäute “eingefettet”.
Am Ende gehören ausgiebige Streckübungen dazu
und schließlich geht’s zum Wohlfühlen zwischen die anderen. ![]()
Und wenn ich die Bilder als solche auf mich wirken lasse, dann gibt es noch viel mehr Schönes zu entdecken!!! ![]()
Eine Auswahl:
- Stillleben mit Kugeln
- Abstrakte Kunst im Drei-Stunden-Takt
- Licht- und Schattenspiele
Herzliche Grüße, Tabea
Ja, gute Frage - Wo sind sie bloß alle? Nicht in der Wärmeglocke und nicht im Keller….?
Hufi-Suche am Ostersonntag!!! Hier also….
Herzliche Grüße, Tabea
Hallo Tabea, das hast Du gleich gecheckt und dokumentiert! Wenn die Sonne auf die Dachziegel scheint, genießen die Hufis diese Strahlungswärme und gleichzeitig haben sie frische Luft, weil dies Röhren-Falz-Biberschwanz-Dachziegel sind. Diese Dachziegel haben der Länge nach hohle Röhren, zur Belüftung und dass sie leichter sind. Sobald die Temperaturen ausreichend hoch sind, gehen die Hufis aus der Wärmeglocke raus und verteilen sich im Dachboden. Unter der Wärmeglocke sammelt sich ja der Kot an und da steigt dann weniger gute Luft nach oben, v.a. bei Wärme. - Das mal auf die Schnelle. Bald werde ich Dir dann Deine Fragen beantworten. Jetzt muss ich aber auch mal raus an die Sonne. LG, Rudi
So, grad hab ich meine drei Pfleglinge (zwei Zweifarbfledermäuse und 1 Zwergfledermaus) gefüttert und sie ein paar Flugrunden in meiner Wohnung machen lassen. Sie haben nun ausreichend Gewicht und sind auch sehr gut flugfertig. Morgen bekommen sie noch 2-3 mal was zum Futtern und dann werden sie wieder in die Freiheit entlassen, da wo sie aufgefunden wurden. Weil da kennen sie sich aus.
Nun zu den Fragen vom 23. März von Tabea; ich kopiere hier immer erst Deine Frage hin, darauf dann die Antwort.- Frage: …Jedoch scheinen sie im Haus noch eine zweite “Sammelstelle” zu haben, denn in der Wärmeglocke kamen und kommen gar nicht so viele an, wie aus dem Keller ausgeflogen sind. (Außerdem waren heute ab 16:00 mindestens 14 Hufis aktiv. Man konnte sie um ca. 16:16 in der WG zählen, aber danach sind sie abgeflogen und nur sporadisch wieder aufgetaucht.) Könnte also sein, dass sie sich zum Ausfliegen bereits an der Ausflugöffnung treffen und erst später, nach der Jagd in die Wärmeglocke wechseln. - Antwort: nein, am Ausflug treffen sie sich da noch nicht. Aber wir haben einen Versuch gestartet, auch die Wärmeglocke im Haupthaus mal zu beheizen. Die Heizplatte wurde dort am 9. März eingeschaltet, während die Heizplatte im Spitzboden des Stadels erst am 1. April eingeschaltet wurde. Einige Hufis haben das bald entdeckt, dass es einen neuen warmen Hangplatz gibt und hingen sich dort hinein. Die Heizung dieser Wärmeglocke habe ich aber gestern (04.04.2026) wieder ausgeschaltet, weil die Steuerung nicht richtig funktioniert. Nun herrschen wieder die früheren Verhältnisse und die Hufis hängen nun in der Wärmeglocke, die ihr sehen könnt, wenn sie in Normaltemperatur bleiben wollen. In der blieben auch so die meisten Hufis, weil es ihre gewohnten Strukturen sind und sie von da aus schnell in den Keller fliegen können. Zudem kann sich ein großer Cluster auch so gut warmhalten.
Frage: Dass die wenigen Hufis, die dort über Mittag hingen, nicht auch dort noch ganz übertagt haben, hat mich überrascht, denn die Temperatur war doch sicher stabil. Gibt es eine Erklärung dafür? Antwort: Wenige Hufis können sich weniger gut warm halten, brauchen dafür als mehr Energie. Sie haben gemerkt, dass es energetisch günstiger ist, in den Keller zu fliegen und in Energiespar-Schlaf zu gehen. Auch wenn die Temperaturen oben stabil blieben. Kühl waren sie trotzdem. Sie blieben den Vormittag noch in Normaltemperatur, um Zellerneuerung und Revitalisierung nach dem Winterschlaf zu machen. Dann aber überwog das Energiesparen und darum flogen sie in den Keller. Wie ich schon früher geschrieben habe, wägen die Hufis immer gut ab.
Frage: [quote=„Fledermaus-Rudi, post:213, topic:10922“]
Vielleicht sind es auch „Sonderlinge“, die nicht so gerne mit anderen im Keller hängen.
[/quote] Antwort: das spielt natürlich immer mit rein, aber in dem Fall war es sicherlich eine Abwägung für ein gutes Überleben.
Einen “Sonderling” hatten wir heute auch wieder, gestern hatten wir zwei, vorgestern drei. Es wäre wirklich interessant, ob es immer dieselbe Hufi ist, die sich da in die Ecke hängt.
Ich habe dann auch noch ein paar Fragen:
- zum Thema “Heizung” der Wärmeglocke und Fortpflanzung:
Frage: Können die Hufi-Weibchen das tatsächlich “steuern”? Antwort: Ja, dass können Hufi-Weibchen steuern. Die Paarungen beginnen schon im Frühherbst, aber die Spermien werden dann in der Gebärmuttern und den Eileitern gespeichert. Nach der Besamung bildet sich der Vaginalpropf, vermutlich um die eingelagerten Spermien zu schützen. Im Frühjahr verschwinden dann die Vaginalpropfen (werden also ausgestoßen, vielleicht lösen sich auch manche auf), dann erfolgt erst die Ovulation und die Befruchtung kann geschehen. Wenn Weibchen sich nicht fit fühlen, lassen sie es nicht zu einer Befruchtung kommen. Wie das gesteuert wird, weiß man noch nicht. Und ob das bisher erforschte auch so stimmt, ist auch nicht sicher… Frage: Und hat das dann mit den “Vaginalpfropfen” zu tun, nach denen du geschaut hast? Und wenn du welche findest - was schließt du daraus? Antwort: aus der Literatur weiß ich nur, dass es Vaginalpfopfen gibt und dass diese Ende März/Anfang April verschwunden sind. Und weil ich im Fledermaushaus möglichst alles genau inspiziere, sind mir die kleinen weißgelben länglichen Perlen im Kot unter dem Hangplatz aufgefallen und da wusste ich, dass das die Vaginalpropfen sein müssen. Spätestens nach der Befruchtung haben die Vaginalpropfen ihre Funktion als Spermaschutz verloren und werden dann vermutlich abgestoßen. Inwieweit die Vaginalpropfen ein Schutz vor weiteren Paarungsversuchen aufdringlicher Männchen sind, wäre auch möglich. Vieles weiß man einfach noch nicht. Ich hänge Euch ein Foto von solchen Vaginalpropfen an.
Frage: Welche Bedingungen braucht es, dass die Befruchtung einsetzt? Eine gute Nahrungsgrundlage sowieso, jedoch wie lange sollte es draußen wärmer sein…? Antwort: Wenn es ausreichend Nahrung gibt, ist die Temperatur draußen egal (wobei das Insektenangebot natürlich mit der Temperatur korreliert ist). Wichtig ist, dass das Quartier entsprechend warm ist. Ein Weibchen muss einfach fit genug sein, es muss sich gepaart haben und es braucht ein gutes Quartier. Dann wird es eine Befruchtung zulassen und ein Junges entwickeln und aufziehen. - Diese Frage ist leider zu vielschichtig, um sie einigermaßen vollständig zu beantworten. Es gibt hier viele Faktoren, sie sich substituieren können. Da unsere Kolonie im Oberpfälzer Jura in einer für Große Hufeisennasen ziemlich kalten Region lebt, dürfte dieses Vorkommen stark von einer guten Nahrungssituation bestimmt sein. Und sehr wahrscheinlich ist diese außerordentliche Nahrungssituation durch den Truppenübungsplatz und das Vorkommen des Gerippten Brachkäfers bedingt. Das ist eine ziemliche Sondersituation.
- zum Thema Kolonie
Frage: Wie kommt es zur Bildung einer neuen Kolonie? Wie muss man sich das vorstellen? Das ist doch bestimmt ein längerer Prozess, bis neue Quartiere gefunden werden bzw. bis sich eine Gruppe Hufi-Pioniere zusammenfindet. Antwort: Du hast hier die Antwort schon selbst geschrieben. Ja, dass ist eine längerer Prozess, bis sich in einem gut geeigneten Quartier mehrere Pioniere zusammengefunden haben. Anfangen kann das mit einem Weibchen, das ein Junges bekommt. Ist das Junge auch ein Weibchen, wird es bei seiner Mutter bleiben und dann sind es schon zwei. Vielleicht findet zufällig ein weiteres Weibchen zu den beiden, usw. In der Schweiz, im Berner Oberland dokumentiert seit ein paar Jahren Dr. Peter Zingg so eine Neuentstehung. Die erste Große Hufeisennase entdeckte er in einem Dachboden mit einer Kolonie Kleiner Hufeisennasen im Jahr 1997. Inzwischen konnte er dort schon 6 erwachsene Große Hufeisennasen und 2024 dann 3 Geburten beobachten. 27 Jahre dauerte also dieser Prozess. Da kann man wohl sagen, dass das ein längerer Prozess ist. - Unter der Voraussetzung, dass entsprechende Lebensräume vorhanden sind, wird sich eine neue Kolonie erst bilden, wenn für eine bestehende Kolonie die Nahrungskapazität nicht mehr reicht. Wenn einzelne Individuen sehr weit in freie Jagdgebiete fliegen müssen, werden sie dazu neigen, in einem anderen Gebiet in ausreichender Entfernung eine Ableger-Kolonie zu bilden. Solche Ableger-Kolonien haben i.d.R. aber immer noch Kontakt zur Ursprungskolonie. Oftmals lösen sich solche Satelliten-kolonien auch wieder auf und die Tiere gehen wieder zurück in die Ursprungskolonie. Dort haben sie den Vorteil der sozialen Thermoregulierung. Das ist ein sehr entscheidender Faktor für die Vitalität einer Kolonie. Quartiere mit einem günstigen Temperaturverhalten sind sehr rar gesät. Im derzeitigen Mitteleuropa gibt es solche Quartiere so gut wie gar nicht mehr. Das hier alles darzulegen würde aber viele Seiten füllen…
Ich sehe schon, das muss bald mal so zusammenfasst und in einer eigenen Rubrik auf der Internetseite vom Fledermaushaus dargestellt werden, dass die meisten Fragen damit beantwortet sind. Weil hier im Chat ist das bald wieder aus dem Blickfeld, und manchem wird dann das Lesen zu viel. Tabea, mit Deinen klugen Fragen solltest Du Fledermausforscherin werden
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Danke, Rudi, danke!!! So viel “Antwort” weiß ich sehr zu schätzen und all die Infos ergänzen meine Sammlung optimal.
Danke für das Foto. Ich hab mich nämlich schon gefragt, wie anders die Vaginalpfropfen wohl aussehen, dass man sie gut erkennt. So hell und wächsern hab ich sie mir aber nicht vorgestellt.
Was mich gestern, 05.04. am meisten beeindruckt hat:
Die Hufis hängen in der Wärmeglocke. Um diese Uhrzeit ist eigentlich noch nicht viel los, denn zur Jagd fliegen sie erst in einer guten halben Stunde aus.
Doch dann, wie auf ein Signal hin, fliegen sie plötzlich alle ab - regelrechte Schwärme von Hufis.
30 sec später zum oberern Bild sieht es in der WG so aus.
Jetzt sind sie alle in der Erdhalle. Reger Flugbetrieb, Besuch der Tränke und dann fliegen sie ab, irgendwohin, wo wir sie nicht mehr sehen, wo sie sich aber wohl auf die Jagd vorbereiten.
Dass die Jagd erfolgreich war, konnte man ja gut sehen. Ich hab’ immer Freude, wenn sie schmatzend zurückkommen und wie sie dann, wie Perlchen auf einer Schnur, eingemantelt zum Verdauen in der WG hängen.
Schönen Feiertag noch!!!
Herzliche Grüße, Tabea
Hallo Tabea, gestern Abend war mir schon aufgefallen, dass die Hufis lange nicht von der Jagd zurückkehrten, und vor einer Stunde hatte ich in die Webcam geschaut und gesehen, dass heute nicht so viele Hufis in der Wärmeglocke hängen wie gestern. Ein paar hängen zwar auch im Keller, aber das dürften immer noch nicht alle sein. Ein Teil scheint wo anders sein. Entweder noch in einem anderen Dach oder auch in einem anderen Quartier. - Nun sehe ich Deine Schilderung und Bilder Deiner Beobachtung und ich hab mir das in den Aufzeichnungen von Franz Hufi-Itool angesehen. Dass die Hufis plötzlich ziemlich zügig abfliegen und sich in die Erdhalle hängen, deutet auf eine Störung hin. Das kann auch mal eine Elster auslösen, die auf den Firstziegeln herumhackt. Dass die Hufis aber sich in die dunkle Erdhalle verziehen, deutet aber eher auf einen Störenfried im Haus hin.
Da die Aufzeichnungen von Franz nur zwei Kameras abdecken, muss ich ins Fledermaushaus fahren und die Aufzeichnungen der 10 Kameras durchsehen und auch das Gebäude entsprechend inspizieren. Das wird mich zwar den Großteil dieses Ostermontags kosten, aber das muss gemacht werden, dass möglichst kein größerer Schaden an der Kolonie entsteht. Ich werde Euch berichten, wenn ich was rausgefunden habe. Servus derweil, Rudi
Hallo Rudi,
an eine “Störung” hätte ich jetzt am wenigsten gedacht, denn dann hätte ich mich gleich bemerkbar gemacht. Es ist aber plausibel. Hoffentlich ist es nichts ernstes! ![]()
Wegen der Zahl der Hufis nach der 1. Jagd war ich gestern auch erstaunt. Rund um die Uhr schauen geht halt leider nicht (
), aber in den Clips habe ich gesehen, dass nach 6:00 - wohl nach dem 2. Jagdausflug - wieder sehr viele Hufis zurückkamen und ich habe eigentlich schon den Eindruck gewonnen, dass es so ziemlich alle sind.
Nun sind wir natürlich alle gespannt, was du herausfindest! Viel Glück!!!
Herzliche Grüße, Tabea
Danke fürs Kamera reinigen!
Nun haben wir wieder den Durchblick.
Liebe Hufi-Gemeinschaft,
die Ostertage musste ich zwar teilweise im Fledermaushaus verbringen, aber dafür kann ich erstmal Entwarnung geben, und die Kameralinsen konnte ich reinigen. Die Ursachen der von Tabea berichteten Störungen konnte ich inzwischen relativ sicher identifizieren. Am Sonntagabend dürfte die Aufregung und die Flucht der Hufis in den Keller und die Erdhalle durch ein Osterfeuer ausgelöst worden sein. Genau um diese Uhrzeit zogen deutliche Rauchschwaden über das Dach des Stadels. Und der starke Ostwind dürfte diesen Rauch durch die Röhrenziegel auch in den Dachraum geblasen haben. Auf Rauch (also Brand) reagieren Hufis sehr empfindlich und sie haben sich daher schnell in die untersten Bereiche des Stadels (die am wenigsten von einem Brand betroffen wären, v.a. der Keller) zurückgezogen. Die Störung am Ostermontag Mittag war wesentlich geringer. Hier dürfte es ein Vogel, womöglich eine Elster gewesen sein, die auf den Firstziegeln über der Wärmeglocke herumgeklopft hat und damit für Unruhe bei den Hufis gesorgt hat. Die wissen ja nicht, was das ist, wenn es über ihren Füßen plötzlich lauf klopft. Da erschrecken sie und fliegen ab. Es kann also mal Entwarnung gegeben werden. Es war diesmal zum Glück kein Störenfried wie ein Sperber oder ein Siebenschläfer.
Gestern Abend war es ein toller Ausflug der Hufis und obwohl es doch sehr schnell kalt wurde, sind die Hufis mit ziemlich dick gefüllten Bäuchen zurückgekommen. Bald wurde es frostig und darum hat sich ein Teil der Hufis in den Keller zurückgezogen. Diejenigen, die viel Beute erwischt haben, sind aber in der Wärmeglocke geblieben und jetzt haben sie sich schon Großteils im Dachboden an den aufgewärmten Ziegeln verteilt.
Servus derweil, Rudi
Hallo @Franz und @Fledermaus-Rudi
Ihr habt die Hufi-Clips um zwei Ansichten erweitert!! Wie gut ist das denn!!!
Besonders gefällt mir, dass nun auch die Bodenkamera im Keller nach-geschaut werden kann! ![]()
Danke!!!
Herzliche Grüße, Tabea
Hallo @tabea, schön, dass du das gleich bemerkt hast. Die seitliche Kamera in der Wärmeglocke hat ein Mikrofon, und das wird auch mit aufgezeichnet. Damit können wir vielleicht in Zukunft Störungen z. B. durch Sperber leichter nachweisen. Liebe Grüße Franz
Hufi-Alltag
Nach Osterfeuer und einer weiteren kleinen Störung, sind die Hufis wieder im Alltag angekommen. Egal wann man ihnen zusieht, es scheint ihnen richtig gut zu gehen. Egal zu welcher Uhrzeit man schaut - es sind immer Bilder mit Wohlfühlcharakter, inkl. reger Unterhaltung. ![]()
Heute, 10.09., früh am Morgen, hing im Keller erst noch eine kleine Gruppe. Das Wetter heute scheint jedoch für viele Hufis nun zum ‘Keller-Wetter’ zu werden, denn nach und nach wechseln sie aus der Wärmeglocke in den Keller. Also…, mir wäre das ja längst schon zu eng, aber den Hufis gefällt es und es gibt tatsächlich immer noch welche, die versuchen, sich selbst noch in diese Dichte zu quetschen. ![]()
Gut genährt und zufrieden
Vor wenigen Tagen konnte ich noch zweimal eine Hufi beobachten, die auffallend bewegungslos und vereinzelt in der Wärmeglocke hing. Ich hatte schon befürchtet, dass da jeweils wieder eine sehr geschwächte Hufi hängt, die kaum noch in der Lage ist zu jagen. Aber sie sind beide zur Jagd ausgeflogen und wahrscheinlich haben sie auch etwas gefangen und sich erholt, denn mir fielen seither auch keine “Sonderlinge” mehr auf. Es waren wohl auch gute Bedingungen die letzten Tage, denn die Hufis kamen, soweit ich das sehen konnte, gut gesättigt zurück (so wie z.B. gestern Abend)
Über die Außenkamera läßt sich der Ausflug zur Jagd gut mitverfolgen und mir gefällt besonders, wenn sie sich aus der rautenförmigen Öffnung ganz oben förmlich “stürzen” und in die Nacht fliegen. Ebenso sehenswert, wenn sie sich vor dem Ausflug in der Erdhalle “sammeln”, fliegen und trinken. Da kann es zugehen, wie in der Stadt zur “rush-hour”. ![]()
Schmusiges Zusammentreffen
Gestern Abend nach der Jagd
und wenig später noch ein zweites Hufi-Gespann. Hier kann man sehr schön das obere Stück der Nasenaufsätze sehen. Wunderwerke der Natur!
Und gleich noch ein kleiner Nachtrag:
Am 07.04. war das kleine Langohr mal wieder zu sehen, wie es die bekannten Spalten in der linken unteren Bildecke und rechts oben absuchte.
Herzliche Grüße, Tabea
Hallo @Fledermaus-Rudi , hab mal eine Frage, die mich schon eine Weile beschäftigt:
Am 10. oder 11. Juni 2025 gab es die ersten Geburten. Wie lange ist eigentlilch die Tragzeit bei den Hufis? In meinen Büchern finde ich dazu nichts und bei Wikipedia steht was von 75 Tagen. Wenn das so ist, dann müssten die Hufis jetzt ja schon “schwanger” sein. Stimmt das so? ![]()
Herzliche Grüße, Tabea
Hallo Tabea, bei wechselwarmen Tieren und auch bei Tieren, die ihre Körpertemperatur steuern können (eben Fledermäuse) ist die Trächtigkeitsdauer stark von der Umgebungstemperatur abhängig. Die physiologischen Vorgänge von Lebewesen sind (was wir schon vom Winterschlaf kennen) mit der Körpertemperatur korreliert. Darum gibt es bei den Fledermäusen keine genaue Dauer der Trächtigkeit. Deren Dauer ist von der Körpertemperatur abhängig, und diese ist wiederum von der Umgebungstemperatur und dem Nahrungsangebot abhängig, wobei sich diese beiden Faktoren zu einem gewissen Grad ersetzen können. Die Angabe von 75 Tagen dürfte sicherlich hinkommen. Es ist auch nicht einfach hier genauere Werte herauszubekommen. Und bei in Gefangenschaft gehaltenen Tieren kann das deutlich von den in freier Wildbahn lebenden Tieren abweichen. Womöglich kann die Trächtigkeit bei großen Hufeisennasen sogar zwischen 60 und 90 Tagen schwanken. Je günstiger die Quartiertemperatur und je besser das Nahrungsangebot, umso kürzer die Tragzeit.
Seit wir unseren Hufeisennasen eine relativ temperaturstabile Wärmeglocke angeboten haben, haben unsere Hufis eher eine kürzere Tragzeit. Und sie gehen auch früher in Trächtigkeit. Seither bekommen unsere Hufis ihre Jungen früher. Das war auch Zweck und Ziel der beheizten Wärmeglocke, so dass aufgrund der früheren Entwicklung mehr Jungtiere den ersten Winter überstehen.
Da ich bisher wenige und letzte Woche auch zwei frische Vaginalpropfen gefunden habe, scheinen die Hufi-Weibchen erst seit kurzem zum Eisprung gekommen zu sein und somit dürfte die Befruchtung erst in letzter Zeit stattgefunden haben. Daraus ließe sich folgern, dass die Geburten dieses Jahr etwas später stattfinden dürften. Aber entscheidend ist die Witterung und das Nahrungsangebot in den nächsten Wochen.
Obwohl unsere Hohenburger Kolonie in einer der kältesten Regionen der Große Hufeisennasen-Verbreitung vorkommt, sind unsere Hufis mit am frühesten mit den Geburten dran. Sie bekommen ihre Jungen meist so 10-14 Tage früher als die Kolonie im warmen Moseltal in Luxemburg. Das dürfte zum einen an der Wärmeglocke liegen, zum anderen aber auch an dem Vorkommen des Gerippten Brachkäfers, einer außerordentlich guten Frühjahrsbeute. In der Literatur ist der Geburtszeitraum sogar für Ende Juni bis Ende Juli und auch Anfang August angegeben. Wann unsere Hufis genau ihre Jungen bekommen, wissen wir auch erst seit wir die Kameras drin haben, also seit 2010.
Mein Eindruck ist, dass die Befruchtungen richtig erst seit dem 3./4. April eingesetzt haben, wenige einzelne vielleicht schon an warmen Märztagen vom 20.-25. März. Aber dann sind sie ja überwiegend wieder in den 6 Grad kalten Keller, um Energie zu sparen, und da stagniert dann das Embryonalwachstum.
Die frühesten Geburten waren bisher am 3. Juni (2014 und 2024), die späteste am 20. Juli (nach dem kalten Frühjahr 2021). Dieser große Zeitunterschied von 47 Tagen (!) ist vermutlich weniger vom Ovulationszeitpunkt und mehr von der unterschiedlichen Trächtigkeitsdauer bestimmt.
So, mal wieder eine lange Antwort auf eine kurze Frage. Aber damit habe ich das Thema hoffentlich einigermaßen abschließend beantwortet. Aber ich bin mir sicher, Dir wird bald die nächste Frage dazu einfallen, Tabea ![]()
Sei gewappnet!!! ![]()
Hallo Rudi,
hier gleich mal noch die nächsten Fragen:
Wie balzen eigentlich Hufi-Männchen? Ahanas Projekt heißt ja auch: “Von der Geburt bis zur Balz”. Fliegen die Männchen tönend ums Quartier, also hier Fledermaushaus oder sind sie eher an einem bestimmten Platz und rufen? Oder ganz anders?
Wie erkennen Mütter Ihre Jungen bei der Abholung? Läuft das lediglich akustsich über “stimmliche” Erkennung (müssten ja für uns hörbare Töne sein) oder auch olfaktorisch?
Und wie war das mit den Löchern in den Flughäuten? Das ging mal vor längerer Zeit unter….
Antworten wirklich nur, wenn du Zeit hast - “s’pressiert net”! ![]()
Herzliche Grüße, Tabea


























