Webcam: Große Hufeisennase (Hohenburg) 2026

Liebe Hufi-Fans,

unsere Webcam im Fledermaushaus Hohenburg (Oberpfalz) liefert einen Einblick in die letzte Wochenstube der Großen Hufeisennase in ganz Deutschland. Bilder von vergangenen Geburten findet ihr in unserem LBV-Bildarchiv oder auf YouTube.

Wir freuen uns über Ihre Fragen und Beobachtungen in unserem Forum! Eure direkten Ansprechpartner sind @Rudi und @Alexander. Viel Spaß!

P.S.: Ihr könnt uns auch mit einer Fledermaus-Patenschaft unterstützen :slight_smile:

:arrow_right: Zur Hufi-Cam

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Was hier reingehört: Alle Inhalte, die mit der direkten Beobachtung der Webcam zu tun haben in Form von Screenshots oder Texten.

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Dieses LBV Kurzvideo hab ich zufällig entdeckt, es zeigt die Hufi Geburt in einer Nahaufnahme.
Wer es noch nicht kennt, es ist wirklich sehenswert :heart_eyes:

(5) Fledermausgeburt (Große Hufeisennase) - YouTube

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Frohes neues Jahr, liebe Hufi-Fans!!!

Die Hufis sind alle gut ins neue Jahr gekommen, wie @Sabine68 ja bereits berichtet hat. DANKE!!! Keine Unruhe, keine Zuckungen… die warme aufsteigende Luft der Heizung war die einzige Bewegung!

Zum Jahresende gab es doch noch so manches interessante Geschehen im Hufi-Keller. Neben der beiden menschlichen Aktivitäten, waren zuerst nur einzelne Hufis aktiv: die 1. zwischen 13:00 und 14:00, die 2. zwischen 14:00 und 15:00 und die 3. in der Stunde danach, jedoch für den Moment nur putzend.

Nach Heizungsaufstellung und neuer Kameraeinstellung wurde es allmählich unruhig. Ab 17:46 kam es zwischen zwei neu aktiven Hufis zu Interaktionen, sie fliegen bis hinauf in die Wärmeglocke

und bilden dann im Keller eine Kugel um 17:58. Nach 18:00 löst sich die Kugel auf, beide fliegen ab, wobei eine wieder auf der freien Fläche landet und mit einer anderen neu aktiven Hufi eine neue Kugel bildet.

Nach und nach werden weitere Hufis aktiv, fliegen im Keller herum, sogar wieder bis hinauf in die Wärmeglocke.

Insgesamt wird in der Stunde ab 18:00 die Wärmeglocke häufiger von einzelnen Hufis aufgesucht, es wird auch gelandet und geortet, aber die Interaktionen finden im Keller statt. Ab 19:00 beruhigt sich die Aktivität etwas, um sich nach 20:00 erneut zu steigern, diesmal mit vielen Interaktionen, Kugel- und Kleinclusterbildung….

….der sehr lange unverändert hängt!!! Wäre der Zeitstempel nicht, könnte man es für ein und dasselbe Bild halten!!!

Sehr spannend (!!!) fand ich, die “oberste Hufi”. Sie verläßt um19:09 ihren Platz, an dem sie seit dem 18.12. hing. Ich hatte sie weiter oben schon mal erwähnt.

Dieser Platz ist um 20:58 wieder besetzt und es spricht vieles dafür , dass die Hufi diesen Platz gezielt aufgesucht hat und es zwei Anläufe brauchte, bis sie wieder da oben war. 20:48 startet der erste Versuch.

Die Hufi landet und bewegt sich nach oben, findet aber hinter der bereits hängenden Hufi keinen Halt und hangelt sich dann nach links hinter die Hufis. Man kann dann nur noch die Bewegungen der Beine sehen. 20:54 fliegt sie wieder ab, landet kurz rechts und fliegt wieder zurück nach links, wo sie an fast genau der gleichen Stelle wie zuvor landet, aber einen anderen Weg nimmt.

Ich habe mich schon öfter gefragt, ob die Hufis gezielt ihre vorherigen Hangplätze aufsuchen, denn nach Zeiten der Aktivitäten ist das Gesamtbild meist wenig verändert. Wissen sie, wo sie vorher gehangen haben? Da immer nur wenige aktiv sind - haben sie in den anderen eine Orientierungshilfe?

@Franz Könntest du bitte diese Sequenz ins Archiv abspeichern? Ganz herzlichen Dank!!!

20251231T2000_timelapse_1h_x10.mp4 bzw compressed

Euch allen noch einen schönen Jahresbeginn… die Hufis jedenfalls lassen es sehr ruhig angehen!!! :wink:

Herzliche Grüße, Tabea

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Ein gutes neues Jahr wünsche ich auch Euch Hufis und Hufi-Guckern!

Wie alle bisherigen Silvesterknallereien haben die Hufis auch diese schadlos und ohne Regung überstanden. Nur mein Internet zuhause hatte sich verabschiedet und gerade habe ich es wieder in Gang gebracht. Mit ihren guten sinnlichen Fähigkeiten kommen Hufis ohne Internet aus :wink: .

Da das Raumgedächtnis von Fledermäusen sehr gut ausgebildet ist, darf man annehmen, dass sie die Raumverhältnisse im Keller sehr gut kennen. Deine Beobachtung, Tabea, dass die Hufis oftmals wieder die gleichen Hangplätze einnehmen, könnte also zutreffen. Wenn wir noch eine Kamera auf dem Boden positionieren können, findest Du das mit Deiner besonderen Beobachtungsgabe womöglich diesen Winter noch raus.

Gestern war doch tatsächlich Vormittags die Kellertemperatur auf 5 Grad gesunken, aber nur bis gegen 15:30 Uhr, dann stieg sie wieder auf 5,5 Grad (es werden leider nur 0,5 Grad Abstände angezeigt), und das auch bevor Alex den Wärmevorhang aufgebaut hatte. Es stiegen aber auch die Außentemperaturen (und damit auch die in der Erdhalle) von -12 Grad auf -0,5 Grad an. So dass keine so kalte Luft mehr in den Keller einströmte.

Aus bisherigen Beobachtungen wissen wir, dass die Hufis ab 4 Grad anfangen unruhig zu werden. Da haben sie dann anscheinend Sorge, dass der Winterschlafplatz nicht frostfrei bleibt. Wenn die Temperatur noch tiefer fällt, fangen sie an abzuwandern. Die älteren Tiere kennen die Lage der nächsten Höhlen, aber die Jungtiere womöglich nicht. Da riskieren wir es lieber nicht, dass sie abwandern, dabei Fettreserven verlieren und dann irgendwo erfrieren. Um den Keller sicher frostfrei zu bekommen, werden wir womöglich kommende Sommersaison noch einen Puffer-Raum vor den Keller hin bauen, der dafür sorgt, dass nicht mehr so viel Kaltluft in den Keller einfließt und der auch sicher Feinde wie Katzen und Marder ausschließt. Aber da bekommt Ihr dann schon mit, wenn das passiert…. So, und jetzt Gute Nacht derweil, Rudi

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Hallo, liebe Hufi-Fans!!!

Die Hufis haben das neue Jahr wirklich sehr entspannt begonnen. Fast 24 Stunden ohne Aktivität!!! Nur eine Hufi ließ es sich nicht nehmen und war um 21:53 gestern Nacht unterwegs. Ob von außen kommend, oder irgendwo im Keller abgeflogen, läßt sich nicht sagen. Sie flog also von irgendwoher kommend ins Bild und suchte nach einem passenden Hangplatz, den sie nach vielen Flug- und Landemanöver auch gefunden hat. Ab 22:12 war dann wieder Ruhe im Keller.

Heute Morgen von ca. 5:38-6:23 war eine einzelne Hufi unterwegs. Genauso ab 17:00 und da war es besonders spannend, weil es wieder das Thema Hangplatz betraf. Ich kann nicht genau sagen, ob es die Hufi von heute Morgen war (vermutlich aber schon), zumindest war es die Hangplatz”ecke”. Ich hatte den Eindruck, dass der Platz nicht wirklich gepasst hat und die Hufi mehrmals versucht hat, es “bequemer” einzurichten. Um 17:24 war sie nach längerer Zeit des Ausprobierens endlich am Platz und hatte sich auch beruhigt….

….als sie um 17:33:50 plötzlich abgerutscht ist und sie sich festhalten musste. Sie fiel einfach so herunter. Das hatte ich bisher so auch noch nicht gesehen.

Sie hat nochmals versucht sich dort einzurichten und hatte wieder große Schwierigkeiten, denn um 17:42 rutscht sie tatsächlich nochmals ab, was sie dann aber dazu veranlaßt, sich einen neuen Platz zu suchen - auf der anderen Seite. :grinning: Wer möchte, kann es sich anschauen:

20260102T1700 entweder im Zeitraffer oder die genannten Sequenzen in Normalzeit.

In der Stunde ab 17:00 war noch eine zweite Hufi (?) unterwegs, denn um 17:45 bzw 17:47 fliegt eine Fledermaus durchs Bild. Vielleicht aber auch ein Gast?

Seither ist es wieder ruhig im Keller.

In diesem Sinne - einen schönen, ruhigen Abend noch!!! Herzliche Grüße, Tabea

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Hallo Tabea, vielen Dank für Deine interessanten Beobachtungen. Ich vermute, die Hufi an Neujahr um 21:53 Uhr ist von außen eingeflogen, so plötzlich und schnell, wie sie ins Bild geflogen kam. Das kommt immer wieder vor, dass Hufis auch im Winter ein anderes Quartier aufsuchen, nach Störungen oder wenn ein Quartier zu kalt wird und es nicht forstfrei zu bleiben scheint. Ich hab geschaut, ob ich die Hufi von der Tränkekamera aus einfliegen sehen kann, aber um 21:53 Uhr tat sich da nix. Aber um 21:56 Uhr zeichnete die Kamera auf, weil eine Waldmaus an die Tränke kam und dort getrunken hat. - Dass eine Hufi mal herunterfällt, passiert meist durch das Anstupsen anderer Hufis, die einen Hangplatz suchen. Manchmal kann sich aber auch genau das Steinchen lösen, an dem die Hufi hängt. Bei Felsen passiert das kaum, aber bei Mörtel, der mit der Zeit mürbe wird, kann das schon passieren. Das gibt dann ein “hartes” Erwachen, wenn sie auf den Boden knallen. Bei den etwa 2,2 m Höhe des Kellers passiert da i.d.R. nix. Aber sie müssen dann Aufheizen, um wieder hoch zu kommen. Am besten hätten wir eine Kamera, die an die Decke schaut, eine, die auf den Boden schaut, und eine die den Einflug von Innen überwacht. Das werden wir womöglich für den nächsten Winter so konstruieren (lehne ich mal mal aus dem Fenster). Servus derweil, Rudi

Hier noch das aktuelle Statusdiagramm mit den Temperaturen:

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Ich rufe dieses Thema ja immer wieder mal auf, ohne allerdings von einer „richtigen“ Beobachtung sprechen zu können. Aber seit sich Tabea und Rudi so intensiv austauschen, wird auch für mich vieles verständlicher. Der Unterschied von Hufi und Fledermaus hier auf der Cam birgt für mich allerdings noch immer ein Rätsel.

Aufgrund der genialen Idee von Franz, dieses neue Tool bereitzustellen, habe ich mir heute mal die Zeit genommen und die Stunde ab 17:00, so wie von Tabea erwähnt, angeschaut und ich war beeindruckt!

Gleich ziemlich zu Beginn konnte ich eine Hufi sehen die angeflogen kam, sich dann mittig unter die anderen drängte, etwas nach rechts „rüberhangelte“ und wieder abflog. Und noch ein paar An- und Abflüge konnte ich beobachten, die ich einfach mal hier teilen möchte, bevor ich mich wieder in den Lesemodus begebe :wink:.

Danke nochmal an Rudi, Tabea und Franz, die hier sicher für viele „eine neue Tür“ geöffnet haben!

Anflug, kurzes „Baumeln und ab …

… unter die anderen

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Hallo Katinka, sehr schön, dass auch ein Interesse an den Hufis bei Dir geweckt wurde. Und Danke auch für Deine perfekte Dokumentation der Hangplatzwechsel dieser einen Hufi!

Nach Deinem Profilbild im Forum scheinst Du eine Bartgeier-Freundin zu sein. Das sind beeindruckende Geschöpfe, die Bartgeier. Fledermäuse sind für viele Menschen nicht so leicht zugänglich. Man muss sich bei ihnen erst ein wenig “einsehen”, um sie zu verstehen. Das wichtigste bei der Beobachtung von Lebewesen ist, Vorstellungen wegzulassen. Wer nämlich (sich) was vor-stellt, kann das Eigentliche mehr sehen. Da bei Fledermäusen die Akustik (das Hören und die Kommunikation) eine große Rolle spielt, bleibt für uns Augen-Wesen ein wichtiger Teil des Fledermauslebens ziemlich verborgen. Fledermäuse sind unter den Säugetieren in einigen Bereichen Tiere der Superlative, bzw. der Extreme. Atmung und Herzschlag haben eine extreme Spannweite (im Winterschlaf nur 2 Atemzüge pro Minute, im schnellen Flug bis zu 1000 Herzschläge pro Minute). Bei der Echoortung können sie das zurückkommende Echo mit einem Unterschied von einer Millionstel Sekunde hören). Die oft schnellen Bewegungen sind für uns nicht so leicht zu erfassen. Wer aber mal den Zugang zu Fledermäusen gefunden hat, der wird viel glücklich sein. Das ist eine Feststellung von mir: Fledermäuse sehen, macht glücklich :wink: :upside_down_face:. - Nun zu den Hufis und den Fledermäusen: Hufis sind eigentlich gar keine Fledermäuse. Sie gehören in der Ordnung der Fledertiere (Chiroptera = Handflügler) nicht zu den eigentlichen Fledermäusen, sondern sind sind näher mit den Flughunden verwandt. In vielen Bereichen ähneln sie aber unseren anderen heimischen Fledermäusen (sie halten Winterschlaf, sind Insektenfresser und haben einen Schwanz zum Keschern der Insekten); Flughunde sind Fruchtfresser und kommen daher nur in dauerhaft warmen Regionen vor). Ich verwende den Begriff “Hufis”, wenn es etwas betrifft, das sehr spezifisch für Hufis ist. Den Begriff Fledermäuse verwende ich, wenn es etwas betrifft, das sowohl bei Hufis, aber auch unseren anderen Fledermäusen vorkommt. Dass die Hufis hier so frei an der Decke des Gewölbekellers hängen ist typisch für Hufis (weil sie mit ihren langen Beinen nicht mehr gut klettern, sondern sich nur hangeln können). Die meisten anderen Fledermäuse sieht man fast nie so hängen, weil sie sich meist tief in Spalten verstecken (weil sie gut klettern können). Hufis können mit den langen Beinen und der dadurch großen Schwanzflughaut viel wendiger Fliegen als die anderen Fledermäuse. Der Preis dafür ist aber, dass sie nicht mehr gut Klettern können. - Ich hoffe, ich konnte Dir die Verwendung der Begriffe “Hufi” und “Fledermaus” etwas erklären. Im Fledermaushaus Hohenburg (so nennen es die Hohenburger schon seit der Entdeckung der Hufis 1992) lebt die letzte Wochenstube der Großen Hufeisennasen in ganz Deutschland, es sind darin aber regelmäßig auch andere Fledermausarten zu beobachten, weil sie hier entsprechende Quartierbedingungen finden.

So, nun wünsche ich weiterhin beglückendes Fledermaus-Beobachten, auch wenn sich im Winter nicht so viel tut. Ansonsten empfehle ich mal einen Besuch im Fledermaushaus, am besten Mitte Juni zur Geburtsphase, aber auch bis Mitte September ist es ein Erlebnis, die Hufis bei der Umsorgung ihrer Babys und dann auch beim Ausflug im Hof des Fledermaushauses zu sehen und zu hören.

Servus derweil, Rudi

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Du hast es auf den Punkt gebracht, Rudi :wink:. Herzlichen Dank auch für deine ausführliche Erklärung! Ich werde sie mir sicher noch einige Male zu Gemüte führen! Und ab sofort zählen auch für mich Fledermäuse als Glücksbringer!

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Danke @Katinka so ergeht es mir auch. Obwohl ich die letzten Jahre immer die hufis gerade zur Geburtenzeit stark verfolgt bzw beobachtet habe, leider mit meinem neuen job ist das nicht mehr möglich, um so dankbarer bin ich Tabea, die meinen Beobachtungsjob so unschlagbar toll übernommen hat, und Franz für die tolle Programmierung

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Hallo, liebe Hufi-Fans,

Vorgestern, 03.01.26: keine Aktivität

Gestern, 04.01.26 waren zwei Hufis aktiv. Die 1. Hufi zwischen ca. 19:00 und 21:40 und die 2.Hufi dann zwischen 22:00 und 23:00. Danach, ca 23:40 war die zweite Hufi erneut aktiv. Sie begann wieder damit sich zu putzen und suchte anschließend ausgiebig nach einem neuen Hangplatz. Sie flog und hängte sich an viele verschiedene Plätze, bis sie schließlich einen gefunden hat, an dem sie sich noch ein bisschen putzte und um 0:06 dann schließlich ruhig wurde.

Auffallend war wieder, dass beide Hufis sich einen Platz in der freien Fläche gesucht haben, dort für eine Weile geblieben und dann wieder zu einem Hangplatz geflogen sind. Auf mich wirkt es immer so, als ob sie auf andere Hufis warten würden….und es stellt sich mir natürlich immer wieder neu die Frage, ob sie dann “rufen” und andere Hufis an”locken” wollen.

Heute, 05.01.26 war es schon wieder etwas lebhafter. Um19:28 wird eine 1. Hufi aktiv

fliegt viel herum, ist sogar für Minuten gar nicht mehr sichtbar und sucht sich dann wieder eine Stelle auf der freien Fläche. Um 19:49 wird eine zweite Hufi aktiv

verhält sich genauso, wobei ich bei ihr beobachten konnte, dass sie zweimal die Tränke anfliegt.

Beide Hufis treten nun mehrmals in Interaktion, wobei es ab 19:58 meiner Ansicht nach zu einer Paarung kommt. Anschließend hängen die beiden ab 20:02 weiter zusammen und bilden eine sehr schöne Kugel - sie sind ganz in ihre Flughäuten gehüllt.

Um 20:39 werden schließlich 2 neue Hufis aktiv

und beide fliegen sehr zielstrebig(!!!) direkt zur Kugel, wo es zur Bildung einer kleinen Vierergruppe kommt, die ab 20:47 für längere Zeit zusammenbleibt.

Die Auflösung der Vierergruppe beginnt nach 1 Stunde um ca. 21:46 und dann kommt es wie gewohnt zur Hangplatzsuche. Wird einer für gut befunden, dann wird noch sorgfältig Körper- und Flughautpflege betrieben, bevor alle wieder zur Ruhe kommen.

Ab 22:22 ist weitestgehend Ruhe eingekehrt. Allerdings habe ich den Eindruck, dass es durchaus nochmals zu Aktivitäten kommen kann.

Herzliche Grüße, Tabea

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Hallo zusammen,

wünsche Euch allen ein “Frohes Neues”!
Habe mich gerade eher zufällig hier eingeklickt und bin total erstaunt, was sich hier alles tut.
Von wegen “Winterruhe” :slight_smile:

Das macht mich besonders neugierig, in welche Höhlen sich die Hufis noch verzogen haben, um zu überwintern. Das wird sich ja demnächst bei den Zählungen zeigen.

Bin also gespannt, was das neue Hufi-Jahr so bringt und wünsche uns und den Hufis nur gute Ereignisse mit viel Nachwuchs.

Liebe Grüße an alle “Winter-Gucker” hier im Forum

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Hallo Zusammen! Ja die hohe Aktivität ist auch für mich überraschend. Das dürfte auch schon in den letzten Jahren so gewesen sein, aber da hatten wir noch nicht so viele gute Beobachterinnen und v.a. auch noch nicht das praktische “Tool” von Franz.

Ich bin auch schon gespannt, in welchen Höhlen wir wie viele Hufis finden werden. Eure erste Tour, Biggi, war ja leider Hufi-negativ. Ich denke, dass diese Höhle den Hufis dieses Jahr zu kalt war. Heute Nacht war ja die bisher kälteste Nacht dieses Winters. In der an Amberg nächstgelegenen Wetterstation fiel die Temperatur auf -18,4 Grad. Im Lauterachtal dürfte es mindestens genauso kalt gewesen sein.

Tabea, wenn einzelne oder mehrere Hufis aktiv sind, sind sie sicher auch akustisch aktiv und stehen in “Gesprächs-Kontakt”. Ob es sich um Paarungen handelt, wissen wir noch nicht. Ich möchte es aber nicht ausschließen. Hufis, die wach werden und sich dann separat (als Kugel) hängen, werden in dieser Phase ihre Körpertemperatur hochhalten. Vielleicht ist das nötig, um gewisse physiologische Vorgänge zu aktivieren. Das Hochhalten der Körpertemperatur fällt natürlich im Cluster von “aufgeheizten” Hufis leichter, was der Grund für die Kugelbildung sein könnte, insbesondere mit dem Ummanteln mit den Flughäuten. Sobald die ausreichende Aktivierung von physiologischen Vorgängen erfolgt ist, gehen die Hufis wieder zurück in die kalten “Torpor-Cluster”.

Der Wärmevorhang tut zum Glück seinen Dienst. Seither ist die Temperatur im Keller auf 5,5 Grad geblieben. Im Anhang der Statusbericht mit den Temperaturen.

Servus derweil, Rudi

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Hallo Rudi, Biggi und alle Hufi-Fans!

Heute Morgen war ich neugierig, ob ich recht hatte und tatsächlich… dank der Clips (:+1: !!! :+1: ) lässt sich vieles im Nachhinein entdecken. Was die Aktivität angeht - es waren nach 23:00 tatsächlich noch 4 Hufis (!!!) aktiv und dazu noch - eine schöne Überraschung - ein Langohr!

Grob zusammengefasst: Nach 23:00 wurden 2 Hufis aktiv und flogen ab, kamen aber nicht mehr zurück ins Bild. Anschließend wurden erneut 2 Hufis aktiv und nach 1:00 kam es erneut zu einer Kugelbildung

Zu dieser Zeit waren die beiden anderen immer noch unterwegs und nicht im Bild. Um 1:34 kam ein Langohr

das wenig später sehr schön im Flug beobachtet werden konnte. Offensichtlich war es auf der Suche nach einem Schlafpatz. Bis 1:44 ist es sehr häufig fliegend zu beobachten.

Inzwischen kamen die beiden anderen Hufis zurück ins Bild und hier sieht man schön alle 4 aktiven Hufis und das Langohr.

Es lohnt sich sehr diese Sequenz bis 1:44 anzuschauen bzw die ganze Stunde. Gegen 3:00 war dann wirklich Ruhe im Keller. :slightly_smiling_face:

Rudi, ich bin mir sicher, dass die Kugelbildung mehr ist als nur

denn oft genug kommt es zwar zu einer Begegnung und zu einer ganz kurzen Interaktion, aber nicht zur Bildung einer Kugel (oder gar Gruppe, wenn mehrere unterwegs sind), denn eine der beiden Hufis fliegt dann ab. Da scheint es dann nicht zu passen. Und oft genug hängt ja auch eine einzelne Hufi auf einer freien Fläche und wartet. Wenn dann “niemand kommt”, dann fliegt sie zurück zu einem Hangplatz.

Und die nächste Frage, die sich mir dann immer wieder stellt: ist das jetzt ein kellerspezifisches Verhalten, weil sie hier so dicht hängen oder ist es in den Höhlen auch so? :thinking: Meines Wissens nach hängen sie in den Höhlen ja eher einzeln und mit Abstand.

Mal sehen, wie es heute noch weitergeht…

Herzliche Grüße, Tabea

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Wenn ich das richtig beobachtet habe, hat heute Nacht so ab 01:52 ein drittes Hufi seinen Platz in dem Zweiegrüppchen gefunden, das jetzt schon tagelang dort hängt.

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Ich hab die mögliche Paarbildung von gestern 20:00 zusammengeschnitten:

Mögliche Paarung und 4er-Interaktion

Im Wikipedia-Artikel über die Große Hufeisennase ist eine Besonderheit bei der Partnerwahl beschrieben:

Eine Besonderheit der Großen Hufeisennase stellt die Partnerwahl dar, hier liegt eine besondere Form der Polygynie vor, also eine Gesellschaftsform, in der sich ein Männchen mit mehreren Weibchen paart. Bei dieser besonderen Form der Polygynie paart sich das Männchen mit allen Weibchen einer Familie (intra-lineage polygyny) . Entdeckt wurde dieses Verhalten 2005 von Forschern der Universität von London bei der Analyse der Verwandtschaftsverhältnisse in einer Kolonie. Hierzu nahmen sie DNA-Proben von Müttern und ihren Jungtieren und führten einen Vaterschaftstest mit den Männchen aus den Höhlen im Umkreis von etwa 30 Kilometern um die Kolonie der Weibchen durch. Die Analyse zeigte, dass sich die Tiere nicht nur immer wieder mit demselben Partner paaren, also überaus treu sind, sondern dass sich dieses Männchen auch mit den weiblichen Nachkommen des ursprünglichen Weibchens paart, wodurch der Verwandtschaftsgrad in der Kolonie ansteigt, so dass sie von der gegenseitigen Hilfe untereinander insgesamt in Bezug auf ihre Fitness stärker profitieren und somit einen evolutionären Vorteil haben. Ungeklärt ist bislang die Frage, wie es den Weibchen und ihren Töchtern gelingt, immer wieder dasselbe Männchen zu identifizieren.

@Fledermaus-Rudi Ist das aktueller Wissensstand oder eine Außenseiterhypothese? Jedenfalls ein interessanter Aspekt bei der Beobachtung der Interaktionen.

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Danke Franz, das ist super!!! Es ist einfach großartig, was deine Aufnahmen im Zeitraffer und in Normal möglich machen!!! Das Geschehen ab 20:00 scheint mir auch bedeutsam… und ich möchte fast sagen ‘typisch’, denn diese Art von Interaktionen mit Kugel und Gruppe haben wir ja schon sehr oft gesehen. :slightly_smiling_face: (… sagt die Laienbeobachterin :woozy_face: )

Später in der Nacht war es ja wieder so eine Situation und ich kann mir auch vorstellen, dass die beiden Hufis, die nicht im Bild waren, womöglich ebenfalls als Kugel irgendwo im Keller hingen, weil sie so lange weg und auch keine Flugbewegungen zu sehen waren.

Herzliche Grüße, Tabea

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Hallo zusammen, muss mich für heute ausklinken - leider, denn es ist momentan wieder mal seeeehr interessant. Zur Stunde haben wir einen 7er-Cluster.

Und es könnten noch mehr werden, denn aktuell ist eine weitere Hufi dabei, sich zu putzen.

Herzliche Grüße, Tabea

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Hallo Tabea, Franz, Katinka und auch alle anderen, jetzt konnte ich auch grad reinschauen und sehe die Kugelbildung und nun habe ich drauf hingezoomt (akkurat wenn Du nicht vor der Kamera bist, Tabea; aber es wird ja aufgezeichnet….).

Erst zum Paarungsverhalten. Grundsätzlich dürfte das schon stimmen, was dazu in Wikipedia steht (die Engländer haben wirklich viel und intensiv an den Großen Hufeisennasen geforscht). Was jetzt hier nicht dabei steht, aber der Fall sein dürfte, ist, dass das Männchen sich nicht mit den eigenen Töchtern paart. Die Mutter der Töchter macht also irgendwann einen Partnerwechsel und die Töchter wechseln mit ihr mit. Das Problem bei solchen Untersuchungen ist oft, dass sie auf wenigen Daten beruhen, und da kann man auch mal an ein Ausreißer-Verhältnis geraten. Da die Engländer das aber auch mit Genetik abgesichert haben, dürfte das schon tendenziell der Fall sein. So lange keine weitere Untersuchung was anderes rausfindet, darf man das auch so glauben.

Jetzt muss ich mir mal noch die Aufnahmen von Dir, Franz anschauen. Dann kann ich vielleicht noch etwas mehr zu dem Verhalten sagen.

Bevor ich den PC verlasse, muss ich die Kamera leider wieder in die Normaleinstellung bringen, dass das Geschehen besser im Ganzen aufgenommen wird. Aber was ich bisher gesehen habe, hat das nichts mit Paarungen zu tun. Soziale Aspekte spielen sicherlich eine Rolle. Hufis und auch andere Fledermäuse sind nicht nur Individuen, sondern lauter verschiedene Charaktere. Jeder der schon Pfleglinge hatte, weiß das. Bei allen Forschungen, die darüber noch gemacht werden, werden wir sicher noch einige Überraschungen erleben. Und mit Eurer Hilfe werden uns noch einige Erkenntnisse gelingen! Servus derweil, Rudi

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Meine Begeisterung ist doch größer als gedacht und ich versuche jetzt einfach, mal über meine Eindrücke vom 06.01. zu berichten.

19:05: es kommt Bewegung auf. Eine Hufi sucht wohl immer wieder nach dem geeigneten Hangplatz im rechten unteren Teil.
20:11: eine Hufi bleibt, eine Minute später waren sie zu zweit und kurz darauf eng miteinander verbunden und hingen dann bis ca. 20:28 als „Kugel“.
20:29: eine dritte Hufi kam dazu und um 20:35 wurde zu einem neuen Hangplatz etwas weiter nach links gewechselt.
20:53: langsam bildet sich ein kleines, neues Cluster (Tabea, du hattest es auch nachträglich erwähnt).
22:17: Zoomaufnahmen! Danke Rudi!
23:25: Cluster beginnt sich aufzulösen, aber um 23:55 hängen wieder mehrere Hufis zusammen.

Und hier setzt sich noch das Langohr schön in Szene :smiling_face:

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