Glaube nicht, sie sieht insgesamt recht hager aus, auch auf dem Bild auf der Balkonbrüstung.
Eine blöde Situation für sie, sie wird es so lange wie möglich rauszögern, das Gelege aufzugeben. Und doch rechtzeitig für sich sorgen müssen. Jagen benötigt auch Kraft und Energie.
Die Situation hier ist aber nicht wirklich vergleichbar mit Australien. Xavier blieb weg, vermutlich verunglückt, und der neue, junge Terzel kam wenige Tage später. Es war keine feindliche Übernahme, außerdem vor der Eiablage, während der Balz. Andere Hormonsituation. Bei Frieda müssten sich die Hormone erst umstellen, was eine Zeitlang dauert, ist in dem Artikel, den @IreneSpann heute verlinkt hat, schön beschrieben. Dann müsste die Balz von vorn anfangen, sofern Frieda den Fremden als Partner akzeptieren würde. Das glaube ich nicht, dass sich das zeitlich noch ausgeht.
In Australien war es keine Nachbrut, sondern eine verzögerte Brut, und Gimbir hat eher die Saison gerettet denn zerstört; so war es Diamond trotz Partnerverlusts doch noch möglich zu brüten.
Das ist richtig @Apriliane… ich hab aber auch nichts anderes gesagt. Nur, dass es funktionieren könnte. Natürlich ist die Situation eine andere. Aber wie gesagt, man nur spekulieren und ob sie den Terzel vielleicht vorher schon gewählt hat wissen wir alle nicht.
Jetzt ist nur das Ei da. Kann die Annahme des Geschenks( was sich jetzt bei dieser Übernahme seltsam anhört) nun die Ei Aufgabe bedeuten. Und wird Freddy nochmal kommen. Tausend Fragen. Das ganze ist wirklich dramatisch.
Und, natürlich nimmt sie die Nahrung an, was anderes bleibt ihr ja nicht übrig.
Die Situation, dass Wanderfalken mit zwei Terzeln (Männchen) und einem Weibchen zusammenleben, ist zwar ungewöhnlich, kommt aber vor, insbesondere im Kontext von sogenannten Bigynie-Verhältnissen oder bei der Revierübernahme.
Hier sind die wichtigsten Aspekte zu diesem Verhalten:
Drei-Partner-Konstellation (Bigynie): Es wurde dokumentiert, dass zwei männliche Wanderfalken mit einem Weibchen in einem Nistkasten erfolgreich und harmonisch über mehrere Jahre brüten und Jungen aufziehen können.
Kampf um das Revier: Vor der Brutzeit kommt es oft zu Kämpfen um das Revier, bei denen ein Partner versucht, einen gleichgeschlechtlichen Gegner zu vertreiben.
Beobachtung in der Praxis: In einigen Fällen wurden bei Nistkasten-Kontrollen, zum Beispiel beim Beringungstermin, zwei Terzel und ein Weibchen zusammen in der Nähe des Horstes festgestellt.
Verhalten: Die Konstellation kann dazu führen, dass der Platz am Nistkasten hart umkämpft ist, während die Falken sich auf die Brut konzentrieren.
Obwohl Wanderfalken normalerweise monogam sind, zeigen diese Sonderfälle eine gewisse Flexibilität im Sozialverhalten, um Nachwuchs zu sichern.
Endlich bringt er was gescheites zum Fressen
Hab leider keinen Screenshot machen können. Sie hat sich gierig draufgestürzt und frisst glaube ich jetzt im Inkognitoeck