Herrlich liebe @tabea
Spannende Geschichten aus dem hufikeller ![]()
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Möge dem Langohr die Macht mit ihm sein ![]()
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Nachrichten aus dem Hufi-Keller
Im Fokus - Teil 3: Aktivitäten am 12.01 und 13.01.
Am 12.01. begannen die Aktivitäten um ca 17:00 und für einen ersten Teil bis ca 23:00. Es waren mindestens 6 Hufis aktiv, jedoch max 3 zur gleichen Zeit. Insgesamt kam es zu wenigen ganz kurzen Interaktionen zwischen zwei Hufis an der Kellerdecke, wobei ich mehr als einmal den Eindruck hatte, dass die Interaktionen deshalb nicht zustande kamen, weil die Decke zu wenig Halt bot und die Hufis Schwierigkeiten hatten sich entsprechend gut zu verankern. Viel Zeit verbrachten sie zwischen den schlafenden Hufis und ich war mir nicht sicher, ob es hier jetzt um die Suche nach eines guten Hangplatz ging, oder um die schlafenden Hufis selbst.
Gegen zwei Uhr in der Nacht wurden nochmals 2 Hufis aktiv. Zu dieser Zeit fehlte noch eine dritte Hufi, die nach Mitternacht weggeflogen und bis zu diesem Zeitpunkt noch nicht zurückgekehrt war. Die 1. Hufi kam um 2:37 wieder zur Ruhe, eine 2.Hufi kehrte nach 3:00 zurück und die letzte erst nach 4:00. Ab 4:46 war dann wirklich Ruhe im Keller.
Am 13.01. ist wieder viel Aktivität zu sehen. Die erste Kugel …
wird schnell zur Dreiergruppe…
… die zuerst sehr unruhig ist. Eine Hufi hängt sich buchstäblich um, so dass die Gruppe mehr Stabilität bekommt und in Ruhe ca 25 min hängt. Danach löst sie sich auf und bereits um 19:26 treffen wieder zwei Hufis aufeinander. Es kommt zur Bildung einer Kugel…
… die sich dann im Laufe der nächsten halben Stunde zu einem Cluster erweitert, der aus 8-9 Hufis besteht.
Auch hier scheint es das Problem der Stabilität zu geben, denn die Hufis suchen ständig nach Halt. Einmal fällt sogar wieder eine Hufi aus dem Cluster, wie es schon mal zu beobachten war. Die Zusammensetzung wechselt ständig, es werden kurzzeitig sogar 10-11 Hufis, aber die ideale Größe (wegen der mangelnden guten Verankerungsmöglichkeiten?) scheint 6-7 Hufis zu sein…
… denn in dieser Form bleiben die Hufis in Ruhe bis 22:13 hängen. Dann entsteht vermehrt Unruhe und der Cluster löst sich auf.
Um 23:49 kommen wieder 2 Hufis zusammen und es könnte tatsächlich eine Paarung stattgefunden haben, aber das muss @Fledermaus-Rudi beurteilen. Ich habe noch keine gesehen, um es definitv sagen zu können. Aber schaut es euch an - ist sehr interessant!
Die beiden hingen anschließend noch in dieser Form als Kugel zusammen und trennten sich erst um 00:18.
Heute 14.01. ist bereits ab 14:00 eine Hufi aktiv geworden. Mittlerweile herrscht reger Betrieb im Hufi-Keller. Eine Momentaufnahme um 19:10.
Es wird vermutlich eine seeeeehr lange Nacht. ![]()
Herzliche Grüße, Tabea
Soll ich dir Kaffee rüber schicken ![]()
Die lange Nacht ist leider den Hufis vorbehalten - ich werde etwas kürzen müssen, sonst lauf ich Gefahr “vom Keller” direkt in die Frühschicht zu gehen.
15.01.26 / 22:16 bis 22:21
Ich bin mir gerade sehr unsicher, ob es sich auf dem linken Bild um eine Hufi handelt. Körper und Flügel erscheinen mir ziemlich klein und die Unterseite dunkler grau. Allerdings hängt sie weiter hinten und Perspektive oder Licht könnten täuschen. Bild rechts zum Vergleich. Diese Hufi hat sich nur kurz vor sie gehängt. Sah für mich nach minimalem Abstand aus. Kann das von euch wer einschätzen?
Hallo Katinka, das ist keine Hufi. Es könnte - wie Rudi das letzte Mal vermutet hatte - wieder Breiti sein. Sie hängt dort nach Ankunft eine Weile und lässt sich schön beobachten, wie sie sich putzt. Die Hufi hatte sich kurzzeitig davor gehängt und die Sicht verstellt. Herzliche Grüße, Tabea
PS: Ich würde sagen, dass die Hufi mit einigem Abstand vor Breiti hängt.
Danke, Tabea! Dann haben meine Beobachtungen zumindest schon mal etwas gefruchtet
.
Hallo Zusammen, ich bin von meiner Reisewoche wieder zurück, schaue grad in die Kellercam rein und es ist gerade um 20:48 Uhr ziemlich ruhig.
Das hast Du gut erkannt, Katinka, dass es sich bei Deiner Beobachtung gestern Abend um 22:16 Uhr um keine Hufeisennase handelte. Dank der stundenweisen Aufzeichnung von Franz konnte ich die Szene schnell finden und mir anschauen. Die Fledermaus war kleiner und hatte einen relativ dunklen Bauch. Die Ohren waren etwas länglich und das Gesicht nicht schwärzlich dunkel. Es dürfte eine Wimperfledermaus gewesen sein. Breitflügelfledermäuse sind ähnlich groß wie Hufis und haben ein ziemlich dunkles Gesicht und auch die Ohren sind dunkel. Über die IR-Kameras kann man das alles nicht so gut sehen, weil sie ja nur Schwarzweißbilder zeigen können. Hier braucht man sehr viel Erfahrung, um die beobachteten Fledermäuse einigermaßen den Arten zuordnen zu können. Die Wahrscheinlichkeit, dass es Breiti hätte sein können, wäre viel höher gewesen. Daher warst Du, Tabea, nur knapp daneben gelegen. Die aktive Wimpi notiere ich auf jeden Fall im Tagebuch der Großen Hufi-Tabelle. Vielen Dank für Eure tolle Mitarbeit! Damit ihr mal einen Eindruck von einer Breitflügelfledermaus habt, hier drei Fotos.
So, nun kann ich Euch auch verraten, warum ich in Hamburg war: Ahana Aurora Fernandez, eine tolle Fledermausforscherin, hat am Dienstagabend den Forschungspreis der Deutschen Wildtierstiftung verliehen bekommen und damit darf sie nun zwei Jahre das Verhalten unserer Großen und Kleinen Hufeisennasen erforschen! Es wird hier auch viel um die akustische Kommunikation gehen. Aber die Bilder und Aktivitäten dazu sind natürlich enorm wichtig. Und vor allem sind auch Eure Beobachtungen sehr wichtig! Ahana war bis letzte Woche noch in Panama, wo sie auch sehr viel Zeit mit Fledermausforschung verbringt (und wo es laut Kleinem Bär und Kleinem Tiger sehr schön sein soll
). Sogar vom Urwald in Panama aus hat sie Eure Chat-Beiträge verfolgt und sie möchte das Projekt unbedingt um Eure Beiträge erweitern, weil sie enorm viel zusätzliche Beobachtungsinformationen liefern! Im Februar wird sie kommen, dass wir die Strukturen des Projektes besprechen. Alle Eure bisherigen Beiträge sollen schon in das Projekt mit einfließen! Ihr dürft also gerne weiter so Eure Beobachtungen in den Chat stellen und tragt damit bei, dass wir unsere Hufis besser verstehen! Sensationell, dass Ahana den Preis erhalten hat! Hier der Link zur Preisverleihung: https://share.google/VnKulxRxSpbnXJ3m1
Wie unterhalten sich eigentlich Fledermäuse? | Deutsche Wildtier Stiftung
Für das Projekt „Von der Geburt bis zur Balz: Eine akustische Reise durch das Leben von Hufeisennasen“ erhält Dr. Ahana Fernandez den Forschungspreis.
Guten Abend Rudi!
Gratulation zur Unterstützung durch eine preisgekrönte Expertin! Das wird sicherlich ganz schön spannend und interessant. Allein der Austausch!
Lieber Rudi, vielen Dank für die Info und den Link. Das wird ein interessantes und aufregendes Hufi Jahr! Da kann man nur gespannt sein und voller Vorfreude!
Hallo Rudi, das ist ein wunderbare Nachricht!!! Ich freue mich sehr, dass dieses Projekt kommt, denn die Frage der Kommunikation beschäftigt mich immer wieder neu, denn so, wie sie suchen, interagieren und - meines Erachtens nach auch auf andere warten - muss eine Form der Kommunikation stattfinden. Das wird sicher sehr spannend!!!
Ich füge noch ein update der Aktivitäten an.
Am 14.01. war in der Nacht vom 13.01. nicht mehr viel Aktivität zu sehen, allerdings flog um 2:27 noch eine Hufi von irgendwoher in den Keller.
Die Nacht vom 14.01./15.01. ist von den Aktivitäten her die längste. Bereits ab 14:25 sind einzelne Hufis unterwegs, ab 18:00 kommt es zu ersten Interaktionen. Kurz vor 19:00 dann die ersten Kugeln
dann gleich mehrere Zusammenschlüsse
die schließlich zu einem großen Cluster zusammenfinden.
Der Cluster hängt sehr stabil(d.h. die Hufis haben gute Verankerungsmöglickeiten) löst sich aber nach 21:00 auf. Ab 22:20 entsteht ein zweiter, der eine ähnliche Größe hat und sich ab 0:30 allmählich auflöst. Ab 2:00 sind die meisten Hufis an Hangplätzen, einzelne sind jedoch noch aktiv und erst nach 5:00 kommt auch die letzte Hufi zur Ruhe.
Am 15.01. war die Aktivität im Verhältnis zum Vortag nur kurz, aber meiner Einschätzung nach wesentlich höher, es waren also mehr Hufis aktiv als sonst. Die Wärmeglocke wurde zwischen 17:00 und 19:00 häufig angeflogen, in der Erdhalle herrschte reger “Flugbetrieb” und die Tränke wurde sehr oft besucht. Neben den bekannten Interaktionen mit Kugelbildung, entstanden zwei stabil nebeneinander hängende Cluster….
… die sich dann zu einem großen Cluster zusammenfanden.
Ab 22:00 war weitestgehend Ruhe im Keller, nur noch eine Hufi war aktiv unterwegs, wie wir ja bereits auf dem Bild von Katiinka gesehen haben. Diese letzte hatte aber auch bald ihren Hangplatz gefunden. ![]()
Seither ist Ruhe im Keller und ich war schon etwas überrascht, dass die Hufis heute eine Pause einlegen.
Soweit also das update.
Herzliche Grüße, Tabea
PS: Was meinst du - war das am 13.01. gegen Mitternacht eine Paarung?
Liebe Hufifreundinnen,
die Seite der Preisverleihung an Dr. Fernandez finde ich sehr interessant, danke @Fledermaus-Rudi für die Infos darüber!
@tabea Deine Beobachtung einer möglichen Paarung kurz vor Mitternacht am 13.01. wollt ich mir anschauen. Leider werden im Ordner „compressed - 1-Stunden-Clips in Normalgeschwindigkeit“ nur Clips der letzten 50 Stunden gespeichert, weil diese Clips mit Abstand am meisten Speicherplatz brauchen. Dort war die Szene also nicht mehr abrufbar. Rudi hat mich deshalb auch kontaktiert; ich gebe hier meine Antwort wieder:
Die Clips in „compressed_1h1X_motiononly“ laufen eigentlich auch in Normalgeschwindigkeit, allerdings werden nur die Zeiten herausgefiltert, in denen Bewegung festgestellt wird. Das sieht dann ähnlich aus wie Zeitraffer, ist es aber nicht. Man sieht das deutlich, wenn man auf die Zeitanzeige schaut, während eine Fledermaus durch das Bild flattert; dann läuft die Zeit normal. Die kleinen Bewegungen des Paares um 23:53 reichen nicht, um die Geschwindigkeit auf normal zu reduzieren.
Das war jetzt eine unglückliche Situation, weil Tabea das Ereignis 3 Tage, also 72 Stunden danach mitgeteilt hat. Deshalb hier ein Tipp: Innerhalb der 50-Stundenfrist kann man jeden Clip auch runterladen (mit rechter Maustaste klicken, „Video speichern unter..“) und damit ein solches Ereignis festhalten. Mit ein bisschen Videokenntnissen kann man die interessante Stelle dann auch in einen kürzeren Clip schneiden und ggf. grafische oder textuelle Hinweise einbauen. Ich helfe dann gern dabei, den Clip in den Ordner „Beobachtungen“ hochzuladen.
Viele Grüße, Franz
Hallo Franz, ich hatte die mögliche Paarung mit Screenshot vor drei Tagen erwähnt in meinem Beitrag:
Da ich mir interessante Stunden stets herunterlade, ist die betreffende Stunde auch dabei. Was soll ich jetzt am besten machen?
Herzliche Grüße, Tabea
Eine tolle Nachricht, mit der du uns hier überrascht hast, Rudi. Glückwunsch!
Nun hätte ich aber noch eine Frage, die mich schon länger beschäftigt.
Ich wundere mich, warum die Hufis, vor allem in dem großen Cluster, nun doch schon über einen langen Zeitraum (zumindest, seit ich beobachte) so „ungeschützt“ den Winterschlaf verbringen und sich nicht „einmanteln“, um die eh schon niedrige Körpertemperatur besser zu halten.
Und da ich jetzt gerade folgendes im Steckbrief Fledermaus der Deutschen Wildtier Stiftung gelesen habe, verstärkt es meine Frage.
Auszug Steckbrief: … „Kopfüber hängend hüllen sie sich während des tiefen Schlafes in ihre Flughaut ein wie in eine Decke, um so wenig wie möglich Wärme zu verlieren“.
Gibt es für das Verhalten unserer Hufis im Keller evtl. eine Erklärung?
Hallo Tabea,
super, dass du den Clip festgehalten hast. Um ihn aufzubereiten und im Ordner „Beobachtungen“ bereitzustellen, versuch ich mal, eine Kurzanleitung zu machen, die dann auch auf der HufiCam-Seite dauerhaft angezeigt wird.
Video-Clip als Beobachtung festhalten
Wenn du eine Beobachtung machst, die als Video-Clip dauerhaft für alle zu sehen sein soll, kannst du
Erläuterungen zu den einzelnen Schritten:
(1) Das Video zu dir herunterladen:
(2) Das Video auf den interessanten Zeitabschnitt kürzen und sinnvoll benennen:
winget install ffmpeg).ffmpeg -i "video-dateiname" -ss hh:mm:ss -t dauer "clip-dateiname"hh:mm:ss ist dabei der Startzeitpunkt im Video (nicht die reale Zeit!) in Stunden, Minuten und Sekunden; dauer ist die gewünsche Dauer in Sekunden.ffmpeg -i "20260113T2300_compressed.mp4" -ss 00:52:00 -t 480 "20260113T2352_compressed_Mögliche Paarung.mp4"(3) Das Video so bereitstellen, dass ich (Franz) es zur HufiCam-Seite hochladen kann.
Hallo Hufi-Fans! Es sieht ja wirklich nicht nach Aktivität aus, wenn man sich spontan einklinkt. Eine solch lange, zweitägige Pause hatten wir zuletzt am 14./15.12.2025. Zwar hatten wir dort noch keine Tools, aber es war von Abend bis Mitternacht keine Aktivität zu sehen.
Eine einzige Hufi hat heute am dritten Tag den Kälteschlaf unterbrochen und war ab 18:10 aktiv. Zuerst flog sie durch die Erdhalle und zur Tränke, dann war sie zwischen den schlafenden Hufis unterwegs. Nach einer guten halben Stunde Pause war sie erneut an verschiedenen Hangplätzen und es war nicht zu erkennen, ob es ihr um den Hangplatz ging oder um die dort hängenden schlafenden Hufis. Vielleicht war es ein paarungswilliges Männchen? Jedenfalls sorgte sie für ordentlich Unruhe bei den anderen…
Und zwischendurch kam ein Langohr vorbei und nahm die Hufis zweimal in Augenschein…
… zog es aber vor, woanders den Schlafplatz zu suchen. ![]()
Herzliche Grüße, Tabea
Hallo Franz, das ging ja schnell, dass Du so eine Anleitung gemacht und auf die Hufi-Cam-Seite gestellt hast. Und Du, Tabea, hast das Langohr mal wieder in netter Flugposition erwischt.
Und nun zur Frage von Katinka, warum denn die Hufis sich v.a. im Cluster nicht einmanteln: Du hast es gleich schon richtig konkretisiert: im Cluster machen das Hufis eben nicht oder zumindest deutlich seltener, dass sie sich einmanteln. Grundsätzlich ist das nicht verkehrt, was in dem Steckbrief steht. Ein Steckbrief muss aber kurz sein (sonst wäre es kein Steckbrief) und kann daher nicht alle Abweichungen und Details differenziert beschreiben. Einzeln hängende Hufis schlafen fast immer mit ihren Flughäuten eingehüllt. Manchmal auch nicht. Im Cluster hängende Hufis sind meist nicht eingehüllt. Wenn Hufis in Körperkontakt hängen, ist es kontraproduktiv, sich einzuhüllen, weil man dann von der (möglichen) Körperwärme der Nachbarn nichts abbekommt. Das ist v.a. wichtig, wenn Hufis in kühlen Phasen warm bleiben wollen. Da clustern die Hufis ganz fest. Das nennt man dann soziale Thermoregulierung (auf deutsch: gemeinsames sich Warmhalten
). Bei den von Tabeo so beschriebenen Kugelbildungen im Winterquartier manteln sich die Hufis sogar zusätzlich mit den Flughäuten ein. Das scheint eine besondere Form der sozialen Thermoregulierung zu sein, die erst durch Tabea so gut dokumentiert wurde!
In einem vorherigen Beitrag habe ich schon geschrieben, dass die Hufis in einem stabil und ausreichend temperierten Winterquartier ihre Körpertemperatur auf die Umgebungstemperatur abfallen lassen. Das macht energetisch Sinn, weil sie dadurch keine Energie brauchen sich warm zu halten. Eine so schlafende Hufi kann also auch keine Wärme verlieren, wenn sie genauso temperiert ist, wie die Umgebung.
Hängt eine Hufi einzeln, ist es besser, wenn sie eingemantelt ist. Wenn sie sich aufheizen will, geht durch die “Flughaut-Decke” weniger Wärme verloren. Dagegen ist es im Cluster sinnvoller nicht eingemantelt zu sein, weil man dann von der Temperatur der Nachbarn profitieren kann. Es werden dann Hufis oft gemeinsam wach und brauchen beim Aufheizen dann weniger Energie, wenn sie das gemeinsam machen. Darum ist es insgesamt sinnvoller, sich im Cluster nicht einzumanteln. Ausnahmen bestätigen die Regel. Hufis, Fledermäuse und auch alle anderen Tierindividuen sind Individualisten und jedes Wesen hat so ihre Eigenheiten. Nicht jede Eigenheit ist immer sinnvoll.
Wir Menschen tun daher gut daran, einfach nur zu beobachten, gut zu beobachten. Das was wir sehen, sind ja die Antworten. Wir müssen dann nur die richtigen Fragen dazu stellen…. Je unmittelbarer wir beobachten (also möglichst ohne Vor-stellungen, was das sein oder bedeuten könnte), einfach reines Beobachten, lässt uns dann auch die Natur am besten verstehen. Unter Euch sind schon einige sehr gute BeobachterInnen dabei. Und es macht einfach Freude, zu beobachten. Unmittelbares Beobachten lässt einen Mitfühlen, wie das beobachtete Wesen fühlt. Das ist das Erfüllende an der Naturbeobachtung.
Jetzt erstmal nochmal vielen, vielen Dank für Eure super Beobachtungen und v.a. dem Franz für seine super Technik und seine super Anleitungen dazu!
Servus derweil, Rudi
Das hast du schön beschrieben, Rudi! Einfach beobachten ohne vorweg genommene Interpretation!
Sich am Gesehenen erfreuen. Wie du schreibst ohne Vor-stellungen, v.a. ohne “Menschliches” hinein zu geben, diese Grenze sollte gewahrt werden.
Wenn man daran denkt, dass wirklich große Erkenntnisse über Jahrhunderte hinweg durch das akribische Beobachten von außergewöhnlichen Menschen erst viel später zur bewiesenen Gewissheit wurden, so unterstreicht das die Bedeutung.