Webcam: Große Hufeisennase (Hohenburg) 2026

Hallo Tabea, vielen Dank für diese interessanten Beobachtungen!!! Ja, die Szene sollten wir auf alle Fälle archivieren. Vielleicht kannst Du oder der Franz das machen. Ich muss jetzt nämlich los zu einer Besprechung einer Kirchensanierung, wo eine Wochenstube Brauner Langohren im Dachboden lebt. Ich werde heute Abend dann nach Hohenburg ins Fledermaushaus schauen und kann dort auch in den Keller und auf den Kellerboden schauen. Ich gebe dann Rückmeldung, was ich beobachtet habe. Servus derweil, Rudi

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Hallo Tabea,

ich hab deine Beobachtung in dem 10-Minuten-Clip „Schlafende Hufi fällt“ festgehalten:

https://huficam.itools.de/keller/observations/index.html

Das sieht ja alptraummäßig aus: Sie will sich bewegen, kann aber nicht. Hoffentlich konnte sie sich am Boden wieder aufheizen!

Gruß Franz

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Danke Franz! Ja, ich hoffe auch, dass der Hufi nichts passiert ist. Rudi wird uns berichten…

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Was mich hierzu interessieren würde.
Täuscht das, oder sieht der Flügel, an dem die Hufi hängt, etwas „ramponiert“ aus?
Und könnte es evtl. sein, dass sich die Hufi mit dem Flügel an den Krallen einer anderen ungewollt „verhakt“ hat und deshalb in diese missliche Lage kam? Kommt so etwas überhaupt vor?

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Hallo @Katinka und alle Hufi-Freunde,

der ”ramponierte” Flügel ist lediglich eine optische Täuschung des Licht/Schatten-Spiels. Ich hatte es auch gesehen, und es genauer angeschaut. Hier handelt es sich ja um die schlafende Hufi, die aus der Gruppe gefallen ist. Aber die dunklen Stellen sind kein Loch, sondern die Kontur der Flughaut im gefalteten Zustand. Jedoch konnte man gestern Abend eine beschädigte Flughaut sehen. Ein kleines Loch kam immer wieder zum Vorschein, während die Hufi sich ausgiebig putzte.

Und gleichzeitig mit dem Loch in der Flughaut konnte ich wieder mal unsere kleine Mitbewohnerin festhalten. Zwischen 20:35 und 20:50 flatterte sie immer wieder vorbei, allerdings waren Screenshots schwierig zu machen, da sie meist sehr nah an der Kamera vorbeihuschte.

Ich habe gelesen, dass die Flughaut komplett durchblutet ist und kleinere Löcher oder Risse keine Seltenheit sind. Da es lebendes Gewebe ist, kann sich die Flughaut selbständig regenerieren, allerdings braucht es dazu einen aktiven Stoffwechsel und wie das jetzt im Winter ist, das kann uns sicher @Fledermaus-Rudi sagen.

Und noch ein kleines Update. Es gab zwei Nächte, die vom Charakter her völlig unterschiedlich waren.

Die Nacht 24./25.01. war sehr unruhig. Katinka hatte es ja auch schon beschrieben.

Die Unruhe war eher ungewöhnlich, denn es war so gar kein “Muster” zu erkennen und sie war lange zu beobachten. Einzelne Hufis waren auch bis in die frühen Morgenstunden aktiv und - eine kleine Korrektur - kurz vor 8:00 hat dann doch noch eine Hufi den Hangplatz gewechselt. Erst nach 8:15 war es im Keller ruhig.

Die Nacht, 25./26.01. war wieder wesentlich ruhiger. Es waren einige Hufis unterwegs, allerdings nicht so viele wie in der Nacht davor. Ab 18:00 begann die Nacht mit einer ersten Kugel, die sich zur 3er Gruppe erweiterte.

Ab 20.00 gab es die zweite Gruppe mit 3 Hufis, die sich auf 4 Hufis erweitert hat. Ab 21.00 wieder eine Kugel, die sich vergrößert hat und die wir kurz ganz nah gesehen haben. Danke, Rudi!!! :grinning_face:

Ab ca. 23:00 schließlich noch weitere Treffen, die sich dann zu einem großen Cluster zusammengefunden haben.

Allen Gruppen und Clustern gemeinsam war, dass sie stests über einen längeren Zeitraum in Ruhe hingen. Deshalb war der Gesamteindruck wohl auch der von Ruhe. Der letzte große Cluster z.B. hing über eine Stunde, bevor die ersten ihn um ca. 00:17 wieder verließen. Nach einer kurzen Unruhe hing die Gruppe weiter noch bis ca. 00:50 zusammen bis es dann zur endgültigen Auflösung kam. Bis alle einen passenden Hangplatz gefunden hatten, dauerte es bis nach 1:00. Eine letzte wechselte nach 2:00 nochmals, aber dann war endlich Ruhe im Keller.

Auch gut zu beobachten waren ausgiebige Flüge durch die Erdhalle und zur Tränke, die jedoch noch zugefroren sein könnte.

Gestern Nacht, 26/27.01. war nicht viel los. Vielleicht ist das dem Wetter geschuldet, denn wenn wir Menschen den kommenden Schnee spüren können, werden das die Hufis wohl besonders gut.

Zu unterschiedlichen Stunden waren insgesamt 3 Hufis unterwegs, mit längeren Abwesenheitszeiten und Flügen bis in die Wärmeglocke. Schlafenszeit war ziemlich früh - ca. 21.30.

Heute Abend, 27.01. sah es lange Zeit so aus, als ob die Hufis heute eine Pause einlegen wollten. Doch jetzt, um 20:30, sind bereits die ersten Hufis munter und haben sich zum Kuscheln getroffen… aber das wird eine andere Geschichte. :grinning:

Herzliche Grüße, Tabea

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Hallo Tabea, Katinka, Franz und alle anderen, die Mitschauen, Mitschreiben und Mitlesen. Ich war Sonntagabend ja im Fledermaushaus (da war der “Lichtschranken-Mann” Karl da) und ich hab auch kurz in den Keller geschaut. Es lag keine Hufi am Boden. Alles OK. Ich hab dann auch auf die eine “Kugel” hingezoomt, um sie dem Karl zu zeigen. Die hohe Aktivität der Hufis ist weiterhin verwunderlich. Aber wir hatten ja noch nie ein so gutes Beobachtungs-Team wie jetzt. Vielen Dank, Tabea, für Deine wieder so gut detaillierte Dokumentation, die Dank der Technik von Franz überhaupt erst mit akzeptablem Zeitaufwand machbar ist. - Ich habe derzeit viele Besprechungstermine und war die letzten Tage weniger dazu gekommen in den Chat zu schauen. Bald wird Ahana kommen und wir werden die Durchführung ihrer Verhaltensstudien besprechen. Da werden auch Eure Beobachtungen eine wichtige Rolle spielen. Servus derweil, Rudi, PS: zu den Flughautlöchern später, weil ich jetzt los muss….

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Hallo Tabea,
ich kann aus eigener Erfahrung berichten, dass in den Höhlen ein bunter Fledermaus-Artenmix zu finden ist. In manchen Höhlen hängen nur 2-3 Arten, in anderen finden sich sogar 6 oder 7. Dabei gibt es auch artenübergreifende “Schlafgemeinschaften”, so dass z.B. eine Fransenfledermaus und eine Bartfledermaus gemeinsam in einem “Löchlein” liegen. An anderer Stelle hängen sie einsam und an der nächsten Stelle hängen 10 Mausohren dicht aneinander und ein paar Meter weiter sieht man in einer Spalte nur eine Fellspitze ohne zu wissen, welche Art es ist.
Eine Hufeisennase habe ich aber noch nicht in einer engen Arten-Schlaf-Gemeinschaft gesehen, auch wenn die Höhle andere Arten beherbergt.
Es wäre interessant, das WARUM dieses Schlaf-Verhaltens zu erforschen, oder wie sie überhaupt miteinander kommunizieren, wo sie doch auf unterschiedlichen Ultraschall-Frequenzen “senden”. Alles spannende Fragen ….

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Heute ab 15:28 waren interessante Aktivitäten, die ich zu einer Beobachtung zusammengeschnitten habe: Ausflug zur Wärmeglocke mit anschließendem Kuscheln

Viel Spaß beim Anschauen!
Gruß Franz

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Wirklich super, wenn man diese konservierten Beobachtungen anschaut!
Manchmal geht ein richtiger Ruck wellenartig durch die Hufis.

Immer, wenn ich reinschaue, fällt mir auf, dass es eingemantelte Hufis und Gruppen gibt, aber auch viele, die uns ihre “blanken” Bäuche zeigen und das meist an denselben Hangstellen. Im Bereich des grünen Kreises ändert sich das nicht und im orangenen ganz rechts auch nicht. Dass sich die Hufis mit ihren Flügeln schützen, um die Körperwärme so wenig als möglich nach außen zu verlieren, verstehe ich. Liegt es an Besonderheiten der Plätze, an denen sie hängen? Wahrscheinlich habt ihr dazu schon etwas erklärt.

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Hallo @Franz , das ist eine wunderbare Zusammenfassung! Die ersten beiden Hufis wurden ab ca 15:20 putzend aktiv und waren heute sozusagen die “Frühaufsteher”. Gestern waren die ersten Hufis bereits ab ca. 13:30 unterwegs. Das war um diese Uhrzeit bisher eine absolute Ausnahme… und jetzt gleich zwei Tage hintereinander….!

Auffallend sind jetzt auch die ausgedehnten Flüge in Erdhalle und Wärmeglocke, die ich schon die letzten Tage beobachten konnte. Auch sind die Hufis lange weg. Man kann sehr gut erkennen, wenn Hufis aus dem Keller fliegen und manchmal sind sie eine halbe Stunde und länger unterwegs. Keine Ahnung, wo sie sich dann aufhalten.

Die Kugel und die 3er Gruppe waren heute besonders eindrücklich und unglaublich schön!!! Die “erste” Kugel war für mich sehr besonders. Bisher konnte ich immer sehen, dass eine Hufi die Flügel um eine zweite gelegt hat, die Umarmung war sozusagen “einseitig”. Heute war es das erste Mal, dass sich beide gleichzeitig umarmt hatten, was vielleicht auch die Größe der Kugel erklärt.

Als sie sich gegen Ende bewegt haben, konnte man die “beidseitige” Umarmung besonders gut sehen.

Als Ergänzung zu deinen Beobachtungen kann ich empfehlen ab 17:00 weiterzuschauen, denn ab 17:19 baut sich langsam ein Cluster auf, indem so alle 2 Minuten eine Hufi dazu kommt. Ab 17:28 sind -wenn ich richtig gezählt habe- 7 Hufis zusamen.

Da sie gute Hängemöglichkeiten haben, bleibt der Cluster auch bei jedem Neuzugang stabil und insgesamt hängen sie bis ca 18:00 so zusammen.

Eine Mitbewohnerin ließ sich heute Morgen auch sehen.

Man sieht sie eher unscharf, aber ich meine, es ist kein Langohr. @Fledermaus-Rudi , jetzt ist dein Kennerblick gefragt!! :grinning: Das erste Mal ist am unteren Rand um ca. 5: 50 zu sehen, danach kurz um 6:04 und 7:50, dann wieder um 8:37 und am längsten ab 9:07 bzw. 9:10, als sie sich ausgiebig putzt, Leider sieht man sie nicht so gut, denn sie befindet sich direkt hinten dem Schriftzug, dafür krabbelt sie mehrmals aber gut sichtbar am unteren Rand entlang.

@Ulrike , was das Hängen betrifft. Wenn sie relativ frei hängen, dann sind sie eingemantelt, ansonsten nicht. Rudi hat am 18. Januar dazu etwas geschrieben.

Die oberen Kreise auf deinem Bild zeigen die Hufis im Kälteschlaf, der untere Kreis umschreibt eine temporär hängende Gruppe. Was mir die letzten Tage aufgefallen ist - die Hängeplätze leicht rechts der Bildmitte und auf der rechten Seite sind zu Zeit sehr begehrt und es ist für die Hufis mittlerweile sehr schwer, sich dort gut zu verankern. Es gab auch schon sehr amüsante Situationen, z.B. wenn sie sich förmlich dazwischenquetschen wollen und es einfach nicht klappen will… :grinning_face_with_smiling_eyes:

Man sieht es auch auf den folgenden Bildern, wie die Dichte der Beine am oberen Rand zugenommen hat, bzw wie kompakt sie auf der rechten Seite hängen.

So viel für heute.

Herzliche Grüße, Tabea

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Hallo Biggi, Ende letzten Jahres durfte ich auf Keller-Kontrollgänge mit und ich habe meine ersten Fledermäuse im Winterschlaf gesehen!!! Auch da waren verschiedenen Arten in einem Keller, aber so Schlafgemeinschaften, wie du sie beschreibst, waren nicht dabei. Es war ein sehr schönes, berührendes Erlebnis. Immerhin kamen wir auf sechs verschiedene Fledermaus-Arten!!!

Du hast geschrieben, dass euer zweiter Kontrollgang hufi-positiv war. Das stell ich mir - wie du schreibst - wirklich “so schöööön” vor!! :grinning:

Herzliche Grüße, Tabea

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Ja, ich weiß, dass wir hier im Hufi-Forum sind, aber ich finde ehrlich gesagt auch andere Fledermausarten schön :slight_smile: und teilweise putzig, wie sie in engsten Löchern “kuscheln”. Das tun die Hufis ja nicht.
”So schööööööön” ist aber, dass die Hufis sich ausbreiten und unters Fledermaus-Volk in den Winterquartieren mischen. Das macht Mut, dass sie sich ggf. bald auch ein zweites Wochenstubenquartier suchen.
Gleichzeitig faszinieren mich deine Beobachtungen hier an der Webcam. So einen Luxus hat man in anderen Quartieren natürlich nicht.

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Das sind super Nachrichten. Vielleicht hält sich ja dann auch mal einen Vortrag in Hohenburg?
Ich melde mich heute schon mal dazu an :grinning_face: :upside_down_face:
Scherz beiseite, du wirst uns sicher zu gegebener Zeit informieren.

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Schlaf-Pause und Kurzbesuche

Nach der langen Nacht am 29./30.01. ist es ruhig im Keller. Es sind auch auffallend wenig Bewegungen im Schlaf zu sehen. Sie scheinen alle “tief” zu schlafen.

Und doch haben gestern Abend, 30.01. drei einzelne Hufis zu unterschiedlichen Zeiten einen “Ausflug” gemacht und -wahrscheinlich- nach Gleichgesinnten gesucht. Zeitlich grob umrissen war die 1. Hufi zwischen 17:00 und 18:00, die 2. Hufi zwischen 19:00 und 20:00 und die 3. Hufi zwischen 21:00 und 22:00 unterwegs. Allen gemeinsam ist das Verhalten in dieser Stunde: Nach dem Aufwachen putzen sie sich, fliegen ab, hängen sich einzeln auf einer freien Fläche, putzen sich, orten die Umgebung, manteln sich ein und bleiben in Ruhe hängen. Die Zeitspanne kann ein paar wenige Minuten bis zu einer halben Stunde dauern. Die 1.H hing 23 Minuten, die 2.H 18 Minuten, die 3.H zuerst 10 Minuten und später nochmals 17 Minuten. Sie waren also sehr ausdauernd… :slightly_smiling_face: Wenn “niemand kommt”, wird die Umgebung nochmals “gecheckt” und dann suchen sie sich wieder einen Hangplatz für dem Kälteschlaf.

Einen ersten Kurzbesuch gab es heute am frühen Morgen, als das niedliche kleine Langohr wohl auf der Suche nach einem Schlafplatz war.

An dieser Stelle ist eine Spalte, denn der Ort wurde schon mehrmals angeflogen, u.a. auch mal von einer Wimpi. Aber entweder war die Spalte ist schon besetzt oder sie war ihr doch nicht so sympathisch… nachdem sie halb drin war, ist sie umgedreht und wieder abgeflogen, nachdem sie die Hufis dann auch noch in Augenschein genommen hatte.

Einen weiteren Kurzbesuch gab es am Abend in der Wärmeglocke….

… auch ein Schlafplatzcheck!?

Heute, 31.01., war im Keller bereits eine 1. Hufi unterwegs, eine 2. Hufi bereitet sich anscheinend gerade vor. :grinning_face: Mal sehen, ob sie mehr Glück hat und noch weitere wach werden wollen.

Wir sind gespannt…!

Herzliche Grüße, Tabea

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Hallo, heut früh hab ich eine einzeln hängende Hufi mit auffälligen Strukturen am Rücken gesehen. Sind das Zecken?

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Jetzt ist sie weg :slight_smile:
Auf deinem Screenshot kann ich keine Strukturen erkennen.
Prinzipiell gibt es manche Fledermäuse (insbes. Mausohren) mit Zecken, aber ich glaube, dass Rudi mal gesagt hat, dass die Hufis keine Parasiten haben, bzw. sie die immer wegkratzen.

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Hallo Franz, ich habe es mir auch angesehen. Das ist die Hufi, die ab 9:10 unterwegs war. Sie hatte um ca 7:00 angefangen sich aufzuheizen und begann dann, sich ausgiebig und sorgfältig zu putzen. Ich denke, das waren keine Parasiten, sondern eher wie “Druckstellen” im Fell. Nachdem sie unterwegs war und ihren neuen Hangplatz eingenommen hatte, war davon nichts mehr zu sehen.

Herzliche Grüße, Tabea

PS: Sie war zur gleichen Zeit fliegend unterwegs, wie der heutige menschliche Besuch im Keller. :grinning:

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Danke, @tabea , das beruhigt. @Biggi_FHKF : Die Sequenz kann man in der Aufzeichnung hier ab etwa 07:29:00 ansehen.
Gruß Franz

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Hallo Zusammen, gleich mal die Frage zu Parasiten. Da Fledermäuse eine sehr alte Tiergruppe sind, haben sich auch viele Parasiten auf sie angepasst. Und tatsächlich sind viele unserer Fledermausarten stark von Parasiten geplagt. Grundsätzlich ist die Aussage eines Fledermausparasiten-Forschers richtig: alle Fledermäuse haben Parasiten. Kurioserweise gibt es eine Ausnahme: nämlich unsere Hufis in Hohenburg. Nachdem der Fledermausparasitenforscher eine umfassende Kotprobe vom Haupthangplatz der Hufis untersucht hat (die Chitin-Reste der Parasiten wären hier zu finden) musste er feststellen, dass diese vollkommen frei von Ekto- und auch Endoparasiten sind. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass die Hufis hier mal so wenige waren, dass die auf ihnen lebenden Parasiten ausgestorben sind. Damit Parasiten existieren können, brauchen sie ausreichend viele Wirtstiere. Viele Ektoparasiten auf Fledermäusen sind auf bestimmte Fledermausarten angewiesen.

So, und vorhin bin ich erst von der großen Winterkontrolle zurückgekommen. Das Ergebnis ist durchwachsen. Einige Höhlen wiesen weniger Hufis auf, zwei Quartiere (der Keller mit aktuell 92 Hufis, von Alex gezählt) und die nächste größere Höhle wiesen etwas mehr Hufis auf. Insgesamt ist die Bilanz der heutigen Tages positiv und auch die Gesamtzahl der Hufis in den kontrollierten Winterquartieren ist derzeit auf 580 angestiegen (letztes Jahr waren es 561). Es können noch ein paar Hufis dazu kommen, weil noch nicht ganz alle Höhlen gezählt sind. Vielleicht erreichen wir auch noch die 600, aber der Zuwachs wird deutlich unter dem bisherigen Zuwachs von 18 % bleiben. Aufgrund der schlechten Nahrungssituation im Herbst hatte ich das schon etwas befürchtet. Aber immerhin ein Zuwachs! Das mal auf die Kürze. Jetzt muss ich erstmal was Essen und werde nach dem anstrengenden Tag bald ins Bett fallen. Servus derweil, Rudi

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Nach der Pause - Kugeln und Cluster

Nach ein paar Tagen weitestgehender Ruhe im Keller, sind heute nun wieder die “großen Treffen” angesagt.

10 - 12 Hufis dürften aktuell wach sein.

In den vergangenen Tagen waren nur wenige Hufis (1 - 3) aktiv, und wenn, dann meistens alleine für jeweils ungefähr 1 Stunde. Lediglich am 03.02. gab es eine Ausnahme. Zwischen 17.00 und 22.30 waren insgesamt 6 Hufis unterwegs und lediglich nach 19.30 kam es zu einer ganz kurzen Interaktion zwischen 2 Hufis.

Eine Mitbewohnerin war heute auch zu sehen. Zuerst flog sie kreuz und quer durchs Bild, versuchte zu landen und kam als erstes rechts unten an…

… und dann links am Spalt.

Schade, dass man sie nur sehr undeutlich sehen konnte, denn sie hing sehr lange dort. Sie putzte sich ausgiebig und erst nach ca. 40 Minuten flog sie wieder ab.

Jetzt, 21.37 hat sich der Cluster aufgelöst und es herrscht rege “Betriebsamkeit” in Wärmeglocke

…an der Tränke…

….sowie bei der Hangplatzsuche

Und… war’s das schon für heute?

Herzliche Grüße, Tabea

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